Tesla plant Better Place kompatibles Elektroauto
8.04.09 13:57 Alter: 10 Jahre

Bei dem jetzt vom kalifornischen Vorreiter für Elektroautos vorgestellte Familienkreuzer "Model S" wird der Akkupack so im Fahrzeugboden eingebaut, dass er in den geplanten Better Place Wechselstationen in Minuten ausgetauscht werden kann.

Tesla Model S

Quelle: Tesla Motors

 


Bonn (Strom-Prinz.de) - Zur Musik von Knight Rider wurde am 26. März in der südkalifornischen Raketenfabrik "SpaceX" Tesla Motor's neueste Design-Studie, das Model S vorgestellt. Sofort strömten online und im kalifornischen Tesla Showroom die ersten Bestellungen ein. Innerhalb einer Woche erhöhte sich die Anzahl der mit einer Anzahlung verbundenen Reservierungen auf 520. Mit dem Modell S macht Tesla Schluss mit allen Einschränkungen, die man bislang machen musste: "Dieses Auto kennt keine Kompromisse bei Leistung, Effizienz und Alltagsnutzen", sagt Firmenchef Elon Musk und spricht von weiter sinkenden Preisen und einer ganzen Reihe neuer Modelle.


Tesla zielt auf Massenmarkt
Mit rund 300 verkauften Elektro-Roadstern und weiteren knapp 1.000 verbindlichen Vorbestellungen gelang dem kalifornischen Start-Up Tesla mehr als nur ein Achtungserfolg. Mit der jetzt vorgestellten viertürigen Elektro-Limousine "Model S" will Firmenchef Elon Musk den Massenmarkt erobern und an den etablierten Automobilkonzernen, zumindest auf dem Gebiet der Elektroautos, vorbeiziehen. Ende 2011 soll die Produktion starten. Das nötige $ 350 Mio. Darlehen zum Aufbau einer Fabrik in Kalifornien erhofft Tesla Motors aus dem "Vehicle Manufacturing Program" des Department of Energy's Advanced Technology zu erhalten.


Im Design der Luxus-Liga
Der bei Volkswagen ausgebildete und von Mazda zu Tesla Motors gewechselte Chef Designer Franz von Holzhausen nennt das Design des Model S "klassische Moderne". Die Anleihen an einen Maserati Quattroporte sind unübersehbar. Auch Jaguar XF und Aston Marton finden sich wieder. Teslas Ambitionen im Luxus-Segment der Automobile mitzuspielen sind überdeutlich. S-Klasse Niveau besitzt das Model S alleine schon aufgrund seiner Länge von fünf Metern. Von allen bisher vorgestellten Elektrofahrzeug-Studien ist das Model S das mit Abstand größte Fahrzeug. Tesla spricht etwas optimistisch sogar von einem 7-Sitzer, die dritte Sitzreihe ist nach hinten gerichtet und eher für Kleinkinder gedacht. Das Dach der Limousine besteht aus zwei rauchgetönten Glasflächen. Zusammen mit der Frontscheibe und der Scheibe der Heckklappe ergibt sich so eine durchgängig erscheinende Glasfläche.


Sportwagen-Werte
Das Model S soll in nur 5,6 Sekunden von 0-100 km/h beschleunigen. Zum Vergleich: der Jaguar XF benötigt für die gleiche Performance einen massiven 5,0 Liter V8 Motor mit 385 PS. Die Höchstgeschwindigkeit soll elektronisch abgeriegelt (nie machte dieser Ausdruck mehr Sinn) bei 210 km/h liegen. Die Reichweite hängt vom verwendeten Akkupack ab. Geplant sind drei Varianten die rund 250, 370 oder 480 km Reichweite erlauben sollen. Sie lassen sich an einem herkömmlichen Stromanschluss mit 120 (USA) oder 230 Volt aufladen. Steht ein 480 Volt-Anschluss zur Verfügung, verspricht Tesla eine Ladezeit von nur 45 Minuten. 


"Better Place ready"
Der Lithium-Ionen-Pack besteht aus insgesamt 8.000 Zellen und wiegt 454 kg. Wie schon im Tesla Roadster wird der Akku flüssig gekühlt sein, um ein Überhitzen zu vermeiden und die Lebensdauer zu maximieren. Der Akkupack ist im Heck des Model S so angeordnet, dass er leicht von unten zugänglich ist. Wichtige Voraussetzung, um in den geplanten Akku-Wechselstationen des Infrastruktur-Betreibers "Better Place" in Minutenschnelle gegen einen frisch geladenen Akkupack augetauscht werden zu können. Damit könnte Tesla in zeitlicher Hinsicht sogar den Better Place Kooperationspartner Renault überholen. Die Franzosen haben im Januar 2008 erste Serienfahrzeuge für Mitte 2011 angekündigt. Seither ist es aber merklich ruhig geworden um die Allianz aus Renault (Fahrzeug) und Nissan/NEC (Akkus).


Multimedia-Cockpit
Im schmucken Innenraum fällt als erstes der riesige hochkant in der Mittelkonsole eingebaute 17-Zoll Bildschirm mit Touchscreen-Technologie auf. Da über ihn u.a. Navigation, Musikanlage und Klimatisierung gesteuert werden, ist das Cockpit nahezu frei von Knöpfen und Schaltern. Auch der Rest der Instrumentierung ist volldigital. Das Tachometer sieht altbekannt aus, scheint hell und klar und ist dennoch ein Bildschirm. Dank permanenten 3G-Onlinezugang kann man jedern Internetsender der Welt im Auto hören, Google Maps consultieren oder sogar per iPhone den Ladezustand des Akkupacks abfragen. Sogar die Ferndiagnose des Fahrzeug-Systems ist so möglich. 


Kampfpreis
Gegenüber dem über $ 100.000 teuren Tesla Roadster wird das Model S geradezu ein Schnäppchen. Der bei der Vorstellung der Studie kommunizierte Preis von $ 57.400 entspricht gerade einmal 43.300 Euro. In Amerika reduziert die steuerliche Förderung von Elektroautos den Preis noch einmal um $ 7.500. Unter dem Gesichtspunkt, dass eine Batterieladung nur $ 4 kostet (3 Euro) und keine Ölwechsel mehr anfallen, ist die neue Familien-Limousine ein wahres Sonderangebot. Bleibt die Frage, wie realistisch dieser Kampfpreis wirklich ist. Alleine der aktuell im Tesla Roadster eingesetzte Akkupack verschlingt ein Drittel der gesamten Herstellungskosten.


Video
Ein Video von der Vorstellung des Model S inklusive einer Probefahrt mit dem ersten Käufer des Wagens kann im Bereich Strom-Videos angeschaut werden. Obwohl er nur auf dem Beifahrersitz Platz nehmen kann, ist der Glückliche völlig aus dem Häuschen. Sehr symphatisches Video untermalt von cooler Musik aus der Soundanlage!! 


 


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