Stromverbrauch von Sommerzeit unbeeindruckt
28.03.10 11:42 Alter: 9 Jahre

Alljährlich bringt der BDEW seine Standard-Pressemitteilung zum nicht vorhandenen Spareffekt der Sommerzeit heraus und die Massenmedien nehmen die Meldung dankbar auf. Aber ist die BDEW-These bewiesen?


 


Berlin (BDEW) - Wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) meldet, bringt die Umstellung auf die Sommerzeit keinen verminderten Stromverbrauch, was ursprünglich einmal als Argument für die Einführung der einstündigen Zeitverschiebung diente. Die gesamtdeutsche Einführung der Sommerzeit 1980 habe darauf abgezielt, das Tageslicht besser zu nutzen, um so Energie zu sparen. Dies sei jedoch nicht der Fall - meint der BDEW.


Thesen ja, Zahlen nein
Alle Jahre wieder (2010, 2009, 2008) bringen die obersten Lobbyisten der Energiewirtschaft die gleiche Meldung mit nahezu identischem Wortlaut.


BDEW-These 1: Abends werde zwar weniger Strom für Licht benötigt, dafür morgens aber mehr geheizt.


BDEW-These 2: Durch das veränderte Freizeitverhalten an den hellen Sommerabenden könne sogar mehr Energie verbraucht werden.


Die Thesen klingen zunächst plausibel, konkrete Zahlen bleibt der BDEW allerdings schuldig. Man argumentiert, dass der Licht-Stromverbrauch der Haushalte ohnehin keinen großen Hebel besitzt, da der Anteil des Lichts am Stromverbrauch der Haushalte bei durchschnittlich acht Prozent, am gesamten Energieverbrauch nur bei zwei Prozent läge. Da Energiesparlampen immer weiter verbreitet seien, sinke der ohnehin geringe Lichtspareffekt weiter.

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