Strom aus Windenergie für Skilifte
27.10.08 12:43 Alter: 12 Jahre

Im österreichischen Skigebiet "Salzstiegel" liefert eine Windenergie-Anlage den Strom für Lifte und Beschneiungsanlagen.

Klimaschutz ist ein Gebot der Stunde und sorgt für ein Umdenken in nahezu allen Lebensbereichen. Dass auch der Wintersport Energie kostet, dass Liftbetrieb und Beschneiungsanlagen energieintensiv sind, hat die Betreiber zu einem Umdenken in Richtung ökologisches und ökonomisches Wirtschaften geführt. Im Zuge des Projektes "daWindSchi" lotet die Firma Ecowatt gemeinsam mit dem Energieverein der Steiermark die Nutzungsmöglichkeit von Windkraft in Skigebieten aus.


Es sind nicht nur die Skilifte, die Strom brauchen - auch die Beschneiungsanlagen und vor allem die Pumpen, die enorme Wassermengen für den Kunstschnee bergauf befördern, kosten Energie. Am Salzstiegl kommt diese Energie aus einem 105 Meter hohen Windrad, aus einer Windkraftanlage, die etwas mehr als zwei Millionen Euro gekostet hat. Die Kosten sollen sich in etwa 15 Jahren amortisiert haben. Steigen die Stromtarife so an, wie in der Vergangenheit, erfolgt die Amortisierung sogar noch schneller.


Skigebiete sind für die Windenergienutzung ideal geeignet. Sie befinden sich durchwegs in den Höhenlagen. Lifte gehen zumeist bis an die Kammlagen heran, bieten die erforderliche Infrastruktur (ausgebaute Wege und Stromnetz) und aufgrund der bereits technischen Nutzung der Landschaft (Liftstützen und Stationen) wird Windkraft hier von der Öffentlichkeit weitgehend akzeptiert.


Neben dem Skilift ist es insbesondere die typische Skihütte mit ihrer angeschlossenen Gastronomie und den Übernachtungsmöglichkeiten, die einen erheblichen Energiebedarf haben.
Die mögliche Eigenversorgung durch eine Windkraftanlage reduziert die Energiekosten erheblich und garantiert so den Weiterbestand des Skigebietes (und von Arbeitsplätzen).


Da nicht immer gleich viel Wind weht, wird die durch Windkraft erzeugte Energie, die überschüssig ist, ins Ortsnetz eingespeist; ist es windstill, holt sich das Skigebiet Strom aus dem Netz. In Summe wird am Salzstiegl aber über den eigenen Stromverbrauch hinaus produziert. Dieser Strom steht dann zum Wiederverkauf durch andere Stromanbieter zur Verfügung.

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