Solarzellen aus dem Tintenstrahldrucker
13.02.09 10:34 Alter: 11 Jahre

Das sächsische Unternehmen Roth & Rau AG hat gemeinsam mit dem kalifornischen Solarunternehmen Innovalight, Inc. die weltweit erste Produktionslinie für Solarzellen auf Basis einer Silizium-Tintenstrahl-Drucktechnik installiert.


Quelle: Roth & Rau AG

 


Bonn (Strom-Prinz.de) - Im Kampf um niedrigere Kosten in der Photovoltaik verbinden die beiden Unternehmen das konventionelle Herstellungsverfahren kristalliner Silizium-Wafer mit der von Innovalight entwickelten Silizium-Tintenstrahl-Drucktechnik.


Produktionslinie in Kalifornien installiert
Im November und Dezember 2008 wurde die Funktionsfähigkeit der bei Innovalight im kalifornischen Sunnyvale gebauten und installierten ersten Pilotfertigungslinie hergestellt. Diese Pilotfertigungsplattform verfügt über eine Produktionskapazität von 10 Megawatt-Peak (MWp) und lässt sich bei Bedarf stufenlos auf mehrere 100 MWp ausbauen. Die Peak-Leistung, manche Hersteller bezeichnen diese auch als "Nennwert", basiert auf Messungen unter optimalen Bedingungen bei denen eine optimale Sonneneinstrahlung von 1.000 Watt pro Quadratmeter angesetzt wird. In Deutschland wird dieser Wert nur in den Mittagsstunden eines schönen Sommertages erreicht. Das sonnige Kalifornien steht da deutlich besser da.


Tintenstrahl-Verfahren mit deutscher Anlage verheiratet
Die Roth & Rau AG aus dem sächsischen Hohenstein-Ernstthal ist auf die Entwicklung und Produktion von Fertigungslinien im Photovoltaikbereich spezialisiert. Sie liefern diese Anlagen weltweit aus und übergeben die Anlage dann schlüsselfertig an die Solarzellenhersteller. In die deutsche Solarfertigungsanlage wurde jetzt die eigens entwickelte Tintenstrahldruckplattform und Siliziumtintenproduktionssysteme von Innovalight integriert.


Silizium-Tinte
Die 2002 geründete Innovalight hat in der Entwicklung von Dünnschicht- Solarzellen einen völlig neuen Weg eingeschlagen und eine nanokristalline Silizium-Tinte entwickelt, mit der sich Solarmodule auf Silizium-Basis deutlich preiswerter produzieren lassen als heute. Dabei wird das Silizium in flüssigem Zustand als sogenannte Silizium-Tinte in einem Tintenstrahl-Druckverfahren auf kristalline Silizium-Wafer aufgedruckt wird.


Video
Einen CNN-Bericht über Innovalight, in dem die Tintenstrahl-Technik demonstriert wird, finden Sie bei Strom-Prinz.de im Bereich Strom-Videos.


 


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