RWE Innogy: 295 MW Offshore-Windpark kommt
8.01.10 18:37 Alter: 10 Jahre

RWE Innogy erhöht mit einem einzigen Projekt "Nordsee Ost" die deutsche Windkraft-Stromproduktion um 3%. 48 Windanlagen der 6-MW-Klasse werden mit eigenem Spezialschiff errichtet.

Konstruktionsschiff RWE Innogy

 


Essen (RWE Innogy) - Die RWE AG hat die Investitionsentscheidung zum Bau des Offshore-Windparks Nordsee Ost gefällt. Bereits in diesem Jahr wird die grüne RWE-Tochter RWE Innogy mit den bauvorbereitenden Maßnahmen beginnen. Gemessen an der aktuellen deutschen Stromerzeugung aus Windkraft würde alleine das Projekt "Nordsee Ost" eine Steigerung von 3 Prozent bedeuten.


295 MW Leistung bis 2013
Der genehmigte Windpark mit einer geplanten installierten Leistung von 295 Megawatt wird rund 30 Kilometer nordwestlich der Insel Helgoland entstehen. Auf einem Areal von rund 34 Quadratkilometer sollen insgesamt 48 Turbinen der 6-MW-Klasse in Wassertiefen von 25 Metern errichtet werden. Die vollständige Inbetriebnahme des Windparks ist für 2013 geplant. Die Investitionssumme liegt bei rund einer Milliarde Euro. Darüber hinaus unterstützt die Europäische Union die Realisierung von Nordsee Ost als eines der Leuchtturmprojekte im Bereich der erneuerbaren Energien in Europa mit insgesamt 50 Millionen Euro.


Essent gekauft, Schlagzahl erhöht
Erst Ende September letzten Jahres kaufte die RWE AG das Erzeugungs- und Vertriebsgeschäft des niederländischen Versorgers Essent N.V. übernommen. Gemeinsam verfügen beide Unternehmen über eine Projektpipeline mit einer Erzeugungskapazität von bis zu 20.000 MW aus Erneuerbaren Energien. Dazu gehört unter anderem eine Reihe von großen Windparks in der Nordsee - wie eben der Windpark "Nordsee Ost". 
RWE Innogy Vorstandsvorsitzender Prof. Fritz Vahrenholt: „Wir freuen uns über die Möglichkeit, durch den Erwerb der Essent zeitnah den ersten RWE-Park in der Nordsee errichten zu können. Dies gilt umso mehr, als unser geplanter Windpark Innogy Nordsee 1 derzeit noch auf die Genehmigung der Bundesbehörden wartet.“


1,1 Terrawattstunden Strom jährlich
Der Windpark Nordsee Ost wird einer der ersten großtechnischen Offshore-Windparks in Deutschland sein. Mit einer Stromproduktion von rund 1,1 Terawattstunden (TWh) wird er zukünftig umgerechnet den Stromverbrauch von über 310.000 Haushalten decken können und dabei rund 810.000 Tonnen CO2 einsparen. Zum Vergleich: 2009 geht der BDEW bei der Windkraft von einer Stromproduktion im Bereich von 37,5 TWh aus. Alleine mit dem Projekt "Nordsee Ost" würde dieser Wert um rund 3 Prozent gesteigert!


Eigenes Konstruktionsschiff
Martin Skiba, der Leiter des Offshore-Wind Geschäftes bei RWE Innogy: „Nordsee Ost wird in vielerlei Hinsicht Maßstäbe setzen. So werden dort die weltweit größten und leistungsstärksten Windturbinen zum Einsatz kommen. Darüber hinaus werden wir den Park mit unserem eigenen Konstruktionsschiff errichten, das als einziges weltweit speziell auf den Transport und die Installation von Turbinen und Fundamenten dieser Größenordnung ausgelegt ist.“ Die von RWE Innogy georderten Schiffe sind weltweit die ersten in ihrer Art. Sie sind in der Lage, die größten Offshore-Windturbinen samt Fundamente zu transportieren und zu installieren. Mit einer Länge von 109 Metern und einer Breite von 40 Metern können die Schiffe bis zu vier Turbinen der Multi-Megawattklasse gleichzeitig transportieren und errichten. Satelliten gesteuert können diese Schiffe zentimetergenau für die Bauarbeiten auf See fixiert werden und in Wassertiefen von über 40 Meter arbeiten. Den Auftrag zum Bau eines solchen Konstruktionsschiffes – mit der Option auf zwei weitere – hatte RWE Innogy im Dezember der koreanischen Werft Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering (DSME) vergeben.

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