Pellet-Produktion im 2. Quartal auf Rekordniveau
29.07.09 10:34 Alter: 9 Jahre

Mit einer Steigerungsrate im zweiten Quartal 2009 von 50 Prozent verläuft die Pelletproduktion mit rd. 430.000 t auf Rekordniveau. Noch nie zuvor wurden in Deutschland mehr Holzpellets produziert.

Holzpellets

Bildquelle: Fotolia

 


Berlin (DEPV) - Im 2. Quartal 2009 wurden in Deutschland mit rd. 430.000 t so viele Holzpellets produziert wie noch nie zuvor. Diese Zahlen veröffentlichte der Deutsche Energie-Pellet Verband e.V (DEPV) am Mittwoch, den 29. Juli 2009 in Berlin als Resultat einer aktuellen Abfrage bei den deutschen Pelletproduzenten.


140.000 Pelletheizungen
Gegenüber dem ersten Quartal (290.000 t) bedeutet dies einen Anstieg um rd. 50 Prozent. Diese Entwicklung ist auch ein Resultat der aktuell hohen Nachfrage bei privaten und gewerblichen Kunden. „Die Anzahl der Pelletheizungen nimmt trotz Wirtschaftskrise weiter deutlich zu, weil Verbraucher Pellets als kostengünstige, verlässliche Wärmequelle aus der Region schätzen", sagte DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele. Aktuell wird der Bestand an Pelletheizungen in Deutschland auf ca. 140.000 geschätzt.


Lager für Winter aufgefüllt
Nach DEPV-Schätzungen hat sich ein großer Teil der Besitzer von Pelletheizungen in den vergangenen drei Monaten für den kommenden Winter mit dem Energieträger eingedeckt. Von der in Deutschland erzeugten Pelletmenge werden 70 Prozent im Inland verbraucht, 30 Prozent gehen als sog. Industriepellets in den Export. Mit 720.000 t im ersten Halbjahr 2009 produzierten Pellets erscheint eine Prognose von 1,6 Mio. t für das Gesamtjahr realistisch. Diese Schätzung hatte der DEPV bereits Ende 2008 abgegeben.


Sägespäne als Hauptausgangsmaterial
Zur Pelletproduktion wurden im vergangenen Quartal rd. 60 Prozent Säge- und Hobelspäne eingesetzt. Daneben nehmen Hackschnitzel als Ausgangsmaterial zur Pelletproduktion weiter zu. Bereits 40 Prozent der Pellets werden auf diese Weise hergestellt. Der Grund hierfür ist in der rückläufigen Produktion von Papier und Holzwerkstoffen zu sehen. Die dort verwendeten Rundholzsortimente stehen in zunehmendem Maße für die Pelletproduktion zur Verfügung.


Große Heizanlagen
Als Motor der Nachfrage nach Pellets treten nach Einschätzung des DEPV neben privaten Heizungen immer häufiger auch größere Heizanlagen auf, da Holzpresslinge zunehmend auch zur Wärmeerzeugung von Gewerbe und Kommunen verbraucht werden. „Auch dort steigt die Beliebtheit von Pelletheizungen an", betonte Bentele. Seit Beginn des Jahres gelte eine gesetzliche Nutzungspflicht, die in Neubauten einen Anteil erneuerbarer Energien zur Wärmeerzeugung fordert.


Marktanreizprogramm
Daneben würden Kommunen und Gewerbebetriebe, wie auch Privatpersonen, von den sehr guten Förderbedingungen in Deutschland profitieren. Bei der Förderung von Pelletheizungen und –öfen (installierte Nennwärmeleistung von 5 kW bis 100 kW) gilt, dass der Einmalzuschuss 36 Euro je kW errichteter installierter Nennwärmeleistung beträgt, jedoch mindestens:

  • 1.000 Euro bei Pelletöfen,
  • 2.000 Euro bei Pelletkesseln,
  • 2.500 Euro bei Pelletkesseln mit einem neu errichteten Pufferspeicher mit Mindestspeichervolumen von 30 l/kW.

Erneuerbare Energien
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