Offshore-Windpark Rhyl Flats fertig gestellt
3.12.09 14:49 Alter: 10 Jahre

In nur 14 Monaten errichtete RWE Innogy die 25 Windturbinen vor der Küste von Wales. Inmitten der erfreulichen Nachricht wird der geplante Bau eines neuen Kernkraftwerks platziert.

Offshore Windpark


Essen (RWE/Strom-Prinz.de) - Der Windpark Rhyl Flats liegt acht Kilometer vor der Nordküste von Wales in der Liverpool Bay. Mit einer installierten Leistung von 90 Megawatt (MW) ist der Windpark Rhyl Flats das größte walisische Kraftwerk auf Basis erneuerbarer Energien.


Bau in Rekordzeit
Mit dem Bau des Windparks wurde im April 2008 begonnen. Im Juli 2009 speiste die erste der 25 Windkraftanlagen erstmals Strom ein. Prof. Fritz Vahrenholt, Vorsitzender der Geschäftsführung der RWE Innogy: „Vom ersten Spatenstich auf hoher See bis zum Testbetrieb von Rhyl Flats hat es gerade einmal 14 Monate gedauert. Das ist eine große Leistung, an der Hunderte von Menschen innerhalb und außerhalb des Unternehmens beteiligt waren.”


Strom für eine Großstadt
Die 25 Windturbinen vom Typ Siemens SWT-3.6-107 verteilen sich auf eine Fläche von 10 Quadratkilometern. jede einzelne hat eine Leistung von 3,6 MW. Alleine der Rotordurchmesser beträgt beeindruckende 107 m. Die Maschinenhäuser liegen gut 80 m über der Meereswasserfläche. Die Fundamente der Anlagen liegen in einer Wassertiefe von rund 15 Metern. Von dort wird der Strom über ein Seekabel zu einer Umspannstation an Land geleitet. Die Leistung des Windparks reicht aus, um den Stromverbrauch von bis zu 61.000 Haushalten zu decken.


RWE mit großen Plänen
Nur wenige Kilometer vom Windpark Rhyl Flats entfernt, betreibt RWE Innogy bereits seit 2003 das Offshore-Windkraftwerk North Hoyle mit einer Leistung von 60 MW.  Durch die Inbetriebnahme von Rhyl Flats verfügt RWE Innogy alleine in Großbritannien (inkl. Wales) über eine Windenergieleistung von 440 MW. Aber das soll nur der Auftakt sein. Durch die zukünftigen Offshore-Windparks wird Strom aus Hochsee-Wind schon bald den entscheidenden Beitrag im Portfolio der Erneuerbaren Energien von RWE leisten.

  • Gwynt y Môr: der Offshore-Windpark liegt ebenfalls vor Wales und soll mit mehreren hundert Megawatt installierter Leistung weltweit einer der größten seiner Art werden soll.
  • Greater Gabbard: Im November 2008 übernahm RWE einen 50%-Anteil an dem vor der ostenglischen Küste gelegenen Offshore-Windpark. Im Endausbau 2011 sollen die 140 Turbinen eine installierte Kapazität von 500 MW erreichen. Die prognostizierte Strommenge wird mit 1,9 Terrawattstunden jährlich angegeben. Zum Vergleich: alleine dieser Windpark würde 2,5% des bayrischen Stromverbrauchs decken.
  • Thornton Bank: RWE Innogy ist an dem belgische Offshore-Windpark rund 30 km vor Ostende beteiligt, der in seiner ersten Ausbaustufe (30 MW) bereits im kommerziellen Betrieb ist.
  • Innogy Nordsee 1: In der deutschen Nordsee entwickelt RWE Innogy derzeit einen Windpark mit 960 MW.
  • Tromp Binnen: in der holländischen Nordsee soll ein Windparmit 300 MW entstehen.

Dr. Jürgen Großmann, Vorstandsvorsitzender der RWE AG gibt die Marschrichtung vor: „RWE Innogy ist auf diesem Gebiet eines der am schnellsten wachsenden Unternehmen in Europa. Bis 2020 wollen wir Projekte im Volumen von 10.000 Megawatt im Betrieb haben und investieren pro Jahr 1 Milliarde Euro“.


Neues Kernkraftwerk für weniger CO2 und mehr Arbeitsplätze... 
Und gerade wenn man zu glauben beginnt, dass RWE sein Umweltgewissen doch noch entdeckt hat, stolpert man über Planungen zu einem Kernkraftwerk-Neubau. Um diesen Neubau in Zeiten des weltweiten Atomausstiegs zu rechtfertigen, bemüht die britische RWE npower zwei Argumente, die derzeit noch am ehesten politische und gesellschaftliche Akzeptanz versprechen: CO2-Einsparung und Arbeitsplätze. Der zweite Partner in dem Joint Venture, das eigens für den Atomkraftwerks-Neubau gegründet wurde, ist kein geringerer als E.ON.  


Wörtlich heißt es in der Pressemitteilung: „Im Rahmen des Joint Ventures „Horizon Nuclear Power“ hat RWE auch damit begonnen, die Möglichkeiten für ein neues Kernkraftwerk bei Wylfa auf Anglesey zu prüfen, dessen CO2-arme Erzeugungsleistung bis zu 3.600 MW betragen könnte. Diese Investitionen würden Tausende von Arbeitsplätzen schaffen und jedes Jahr Millionen britischer Pfund in die walisische Wirtschaft fließen lassen.”


Warum machen es einem die Essener nur immer so schwierig, sie zu mögen?!

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