Luxus-Hybrid Fisker Karma: Die Elektro-Schönheit
6.03.09 15:15 Alter: 10 Jahre

Auf dem Genfer Autosalon erregte der Karma von Fisker Automobile mehr Aufmerksamkeit, als die Neuvorstellungen der Großkonzerne. Der Hybrid ist bildschön und wird exakt so, wie er jetzt vorgestellt wurde noch in diesem Jahr ausgeliefert.

Fisker Karma

Quelle: Fisker

 


Genf/Bonn (Strom-Prinz.de) - Und wieder stellt der Däne Henrik Fisker seine Designkompetenz unter Beweis. Nach dem BMW Z8 und dem Aston Martin DB9 erfüllte sich der Fisker dieses Mal einen ganz persönlichen Designtraum. Herausgekommen ist ein viertüriges Coupé, das nicht nur atemberaubend gut aussieht, sondern dank Hybridantrieb auch noch das Umweltgewissen beruhigt.


Serienfertigung läuft in 2010 an
"Seitdem wir den Wagen Anfang 2008 auf der NAIAS vorgestellt haben, waren die Rückmeldungen gigantisch. Wir sind bereits bis Mitte 2010 ausverkauft." Freut sich Fisker. Noch Ende dieses Jahres sollen die ersten 100 Elektrofahrzeuge zu einem Stückpreis von 95.000 Dollar ausgeliefert werden. Die Kundenliste strotzt vor klangvollen Namen: Prinz Albert von Monaco, Ex-Präsidentschaftskandidat und Umweltvordenker Al Gore sowie U2-Sänger Bono freuen sich auf ihr neues Statussymbol. Nach dieser Kleinserie ist für 2010 die Produktion von 7.500 Karma geplant. Der angepeilte Preis von 80.000 Dollar erscheint schon fast unglaublich niedrig. Bei der Produktion hat man sich für das finnische Valmet entschieden. Qualität bei Sportwagen ist man dort gewohnt, schließlich wird hier bereits heute der Porsche Boxster hergestellt.
Die Roadmap von Fisker ist ambitioniert. 2011 soll nicht nur die Produktion verdoppelt werden, sondern auch gleich ein zweites Modell auf Käufersuche gehen. Der "Karma S" ist ein zweisitzige Cabriolet mit elektrisch betriebenem Hardtop und tatsächlich noch schöner als sein viertüriger Bruder.


Benzinmotor treibt Stromgenerator
Der sog. Powertrain stammt von Quantum Technologies. Dieser tief im Fahrzeugeingebaute Antriebsstrang  besteht aus zwei 375 kW-Elektromotoren. Elektrotypisch steht deren Drehmoment von 1.300 Nm ab Drehzahl 0 zur Verfügung. Das Reichweitenproblem löst Fisker, indem ein kompakt bauender 2.0 l Benzinmotor mit Turbolader aus dem Großserienregal von GM unter der Fronthaube des Karma eingebaut wird. Der 260 PS-Motor treibt allerdings nicht direkt die Räder an, sondern lädt per Stromgenerator den Lithium-Ionen -Akkupack. So spart man sich den Zusatzaufwand eines klassischen Antriebsstrangs mit schwerem Getriebe, Antriebswellen und Co. Der Benzinmotor wird immer dann zugeschaltet, wenn maximale Energie abgerufen wird, oder die Akkus an ihre Kapazitätsgrenze geraten. So wird die Reichweite von 80 km auf insgesamt 550 km gestreckt. Niemand muss Sorge haben, unterwegs mit leerer Batterie stehen zu bleiben oder "immobil" dem Ladevorgang zuschauen zu müssen. Der Akkupack ist im Fahrzeugboden verbaut und trägt so zu dem tiefen Schwerpunkt des Karma bei.


Stealth- und Sport-Mode
Bei der gewählten Hybridlösung konnte man auf ein Getriebe verzichten, dennoch steht dem Fahrer zwei Leistungsstufen zur Verfügung. Der "Stealth-Mode" treibt das Elektrofahrzeug rein elektrisch an. Von 0-100 km/h vergehen nur 7,5 Sekunden, aber bei rund 150 km/h ist Schluss. Der "Sport Mode" ruft dann die gesamte zur Verfügung stehende Leistung ab. Der Sprint auf 100 km/h dauert nur 5,8 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h spielt außerhalb von Deutschland ohnehin nicht die größte Rolle. Die Elektrobremse lädt mit jedem Bremsvorgang die Batterie.


Touchscreen-Schalter
Im Innenraum gibt sich der Karma mit wunderschön verarbeitetem Leder sehr edel. Knöpfe und Schalter sucht man vergebens. Berührungsempfindliche Schaltflächen führen zu einem futuristischen Look. Die Digitalinstrumente geben unter anderem Auskunft über Stromverbrauch und Reichweite der Akkus.


Sonnenenergie
Im Fahrzeugdach ist ein Solarmodul integriert, dessen Strom auf Wunsch via Klimaanlage den Innenraum kühlt. Steht mehr Solarstrom als nötig zur Verfügung, wird dieser natürlich in den Akku eingespeist. Der Beitrag ist allerdings eher vernachlässigbar. Eine ganze Woche voller Sonnenschein bringt einen gerade bis zum drei Kilometer entfernten Bäcker und wieder zurück.


 


Video
Ein Video des Karma steht im Bereich "Strom-Videos" zur Verfügung.


 


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