First Solar: Kosten-Durchbruch bei Solarzellen
25.02.09 19:44 Alter: 10 Jahre

Die Herstellungskosten für Solarzellen sind auf einem neuen Rekordtief angelangt. Erstmals in der Geschichte wurde von First Solar die magische Kostengrenze von einem Dollar/Watt geknackt.

First Solar

Quelle: First Solar

 


Tempe, Arizona (First Solar/Strom-Prinz.de) - Solarstrom kann nur wettbewerbsfähig werden, wenn er günstiger zu produzieren ist als heute. Dem US-amerikanischen Solazellen-Hersteller First Solar, Inc. ist bei den Produktionskosten offensichtlich ein Durchbruch gelungen. Wie das Unternehmen heute bekannt gab, lagen die Produktionskosten im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2008 bei durchschnittlich 0,98 US$ pro Watt. Die symbolische Marke von 1 US $ pro Watt ist damit zum ersten Mal von einem Solarenergie-Unternehmen unterschritten worden.


Kapazität von einem Atomkraftwerk jährlich
First Solar hat seit dem Produktionsstart in 2004 die Produktionskapazität kontinuierlich auf über 500 MW in 2008 gesteigert. Das Unternehmen kündigte an, in 2009 die jährliche Kapazität noch einmal auf über 1 GW zu verdoppeln. Zum Vergleich: dies entspricht der Größe eines durchschnittlichen Atomkraftwerks. Glleichzeitig konnte First Solar die Produktionskosten von über 3 US$/Watt in 2004 auf jetzt unter 1 US$/Watt reduzieren. First Solar zählt zu den größten Herstellern von Solarzellen. Das Unternehmen fertigt unter anderem in Frankfurt an der Oder.


Netzparität in greifbarer Nähe
Die Frage ist: ab wann ist Solarstrom genauso teuer wie herkömmlich produzierter Strom. Das hängt von drei Faktoren ab:

  1. Der technologische Fortschritt: Wie First Solar jetzt mitteilte, erwarte man  für die Zukunft einen weiteren Rückgang der Herstellungskosten. Bis 2012 strebe man einen Preis von 65 bis 70 Cent je Watt an.  
  2. Der Wettbewerbsdruck: Die in der Vergangenheit weltweit errichteten Fabriken für Solarpanel produzieren inzwischen. Weltweit kämpft die Branche derzeit mit Überkapazitäten. Das drückt den Verkaufspreis für Solarmodule.
  3. Der Aufstellungs-Standort: In Spanien liefert ein Solarpanel alleine aufgrund der intensiveren und häufigeren Sonneneinstrahlung rund die doppelte Strommenge gegenüber einem deutschen Standort.

Während an besonders geeigneten Standorten wie Hawaii oder im südlichen Kalifornien bereits heute die Netzparität erreicht ist, müssen wir in Deutschland noch etwas warten. Die Landesregierungen von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Solar-Vorreiter Thüringen wollen bis 2015 eine Netzparität von photovoltaisch und konventionell erzeugtem Strom erreichen.


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