Costa Rica peilt 100% regenerative Energieversorgung an
19.04.10 10:11 Alter: 7 Jahre

Costa Rica will seinen Energiebedarf schon bald zu 100 Prozent durch erneuerbare Energien decken. Erreicht werden soll dieses Ziel u.a. mit Hilfe von Windenergie und deutschem Know How.

Windenergie Costa Rica

 


Wörrstadt (juwi) - Nachdem bereits rund 80 Prozent der Energieversorgung mit Erneuerbaren Energien bestritten werden, peilt die zentralamerikanische Republik Costa Rica mit Hilfe von Windenergie die vollständige regenerative Energieversorgung an.


Deutsche Windkraftanlagen
Der 2009 fertig gestellte Windpark „Planta Eólica Guanacaste“ in der Region Guanacaste besteht aus 55 Windenergie-Anlagen vom Typ Enercon E-44 der Auricher Windkraftschmiede und erzeugt mit einer Gesamtleistung von 49,5 Megawatt rund 240 Millionen Kilowattstunden elektrische Energie pro Jahr. Nach europäischen Maßstäben deckt dieser Windpark den Stromverbrauch von 70.000 Haushalten.


Deutscher Projektentwickler
Projektiert wurde der Windpark von der juwi AG aus dem rheinland-pfälzischen Wörrstadt. Das Unternehmen gehört damit zu den bedeutendsten Projektentwicklern in Mittelamerika. Betrieben wird der Windpark „Planta Eólica Guanacaste“ (PEG) von der gleichnamigen Projektgesellschaft, an der GDF SUEZ Energy Central America, einer Tochter des französisch-belgischen GDF SUEZ-Konzerns, zu 90 Prozent und juwi zu 10 Prozent beteiligt sind.

Feierliche Einweihung
Die Windenergie-Anlagen leisten einen wichtigen Beitrag, damit das Land sein großes Ziel einer rein regenerativen Energieversorgung so schnell wie möglich erreichen kann. Das betonte der scheidende Präsident des mittelamerikanischen Landes, Friedensnobelpreisträger Oscar Arias, bei der feierlichen Einweihung des ersten juwi-Windparks in Mittelamerika.


Bereits 80 Prozent durch Wasserkraft und Geothermie gedeckt
Costa Rica und seine Bevölkerung profitieren in vielfältiger Weise von den Windparks. Insbesondere in der Trockenzeit (Dezember bis Mai) werden die Anlagen mit voller Leistung laufen. Bislang muss Costa Rica, das bereits rund 80 Prozent seines Strombedarfs mit Wasserkraft und Geothermie deckt, in der Trockenperiode Strom mit Generatoren, die mit teurem zu importierendem Diesel laufen, produzieren - oder aber direkt den Strom teuer importieren, da in dieser Zeit die Wasserkraftwerke nur im Teillastbereich arbeiten können.


juwi plant Expansion in Südamerika 
juwi-Vorstand und Gründer Matthias Willenbacher ist begeistert: „Es freut uns ungemein, dass wir Costa Rica bei diesen Zielen unterstützen dürfen. Das Land ist ein Vorreiter: Es zeigt, dass der Umstieg auf 100 Prozent erneuerbare Energien schon heute möglich ist – wenn man es will.“ Für juwi ist der Windpark einer der großen Meilensteine der Firmengeschichte, der den Weg bereitet hat für weitere Projekte auf dem vielversprechenden lateinamerikanischen Windmarkt. Aktuell hat das Unternehmen neben Mittelamerika vorrangig auch die Märkte Uruguay und Chile im Visier.

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