Better Place: Weitere 350 Mio. Dollar eingesammelt
25.01.10 22:48 Alter: 10 Jahre

Das kalifornische Unternehmen Better Place hat für seine Vision einer landesweiten Infrastruktur für Elektroautos in einer zweiten Finanzierungsrunde weitere 350 Mio. Dollar bei Investoren gesichert.

Better Place Copenhagen

 


Palo Alto (Better Place) - Gerade einmal zwei Jahre ist es her, dass das kalifornische Unternehmen Better Place gegründet wurde. Das privat finanzierte Unternehmen plant weltweit ein Ladestationen-Netz und eine Akku-Austausch-Infrastruktur für Elektroautos aufzubauen. Für diese Mammut-Aufgabe sicherte sich das durch verschiedene Investoren finanzierte Unternehmen nun frisches Geld.


10 Prozent für 125 Mio. Dollar
Better Place hat eine Vereinbarung mit einem Investorenkonsortium unter Führung der HSBC Gruppe über eine Beteiligungsfinanzierung in Höhe von 350 Millionen US-Dollar abgeschlossen. HSBC steuerte die zweite Finanzierungsrunde und investiert selbst 125 Millionen US-Dollar in Better Place. Durch die Transaktion ist HSBC zukünftig mit rund 10 Prozent an Better Place beteiligt. Der Unternehmenswert von Better Place wird bereits jetzt nach Unternehmensangaben auf 1,25 Milliarden US-Dollar geschätzt.


Cash Burn Mashine oder lohnendes Invest?


Marktbeobachter sind sich bisher noch uneins, wie sie die Zukunft des Unternehmens bewerten sollen. Better Place und allen voran der ehemalige SAP-Vorstand Shai Agassi verfügen über einen außergewöhnlich guten Zugang zur Politik, zur Industrie und zu potenten Investoren. Die technische Roadmap der Kalifornier ist allerdings äußerst ambitioniert und mit vielen technischen wie wirtschaftlichen Risiken gepflastert.
Der Kapitalbedarf der Vordenker aus Silicon Valley ist immens. Erst vor rund einem Jahr sicherte man sich rund 103 Millionen Euro in Form von Kapital und Anleihen, um damit den Grundstock für die dänische Infrastruktur zu legen. Insgesamt sammelten die umtriebigen Kalifornier bereits rund 700 Mio. $ an Venture Capital ein.


Zuversichtliche Investoren
Stuart Gulliver, Executive Director der HSBC ist fest überzeugt ", dass der Paradigmenwechsel von Autos mit Verbrennungsmotor zu Elektrofahrzeugen sowohl der Automobilindustrie als auch den Energieversorgern große Wachstumsperspektiven bietet. Wir freuen uns sehr, dass HSBC durch die Investition in Better Place an dieser Entwicklung partizipiert.“  Das Konzept von Better Place beinhaltet Akku-Wechselstationen, an denen, in der gleichen Geschwindigkeit wie bei einem Tankstopp, die Batterien von Elektroautos getauscht werden. Im Vergleich zu Elektrofahrzeugen mit fixen Batterien fällt so das Reichweiten-Manko weg.


Israel und Dänemark im Zeitplan
Mit Blick auf den Aufbau der Infrastrukturen für den Betrieb von Elektrofahrzeugen in Israel und Dänemark hält Better Place am ursprünglichen Zeitplan fest. Der Start ist für Ende 2011 geplant, dann soll auch der erste Renault mit austauschbarem Akku-Pack auf den Markt kommen. Die Strategie von Better Place sieht vor, einige Monate nach der Markteinführung in Israel und Dänemark erste Projekte in Australien und in ausgewählten Regionen Nordamerikas zu starten.


Feldtests bereiten kommerzielle Einführung vor
Darüber hinaus testet die Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Better Place derzeit jeden Bestandteil des Konzepts in einem realistischen Szenario. Dieser mehrstufige Prozess findet weltweit statt und begann vergangenen Dezember mit einem Test des von Better Place gesteuerten Netzwerks für Elektrofahrzeuge in Dänemark. Im April dieses Jahres startet in Tokio ein Projekt, bei dem elektrisch betriebene Taxis die Batteriewechsel-Technologie nutzen. Diese und weitere maßgebliche Entwicklungsschritte münden letztlich in Tests der kompletten Infrastruktur ab Mitte des Jahres 2010 sowie der kommerziellen Markteinführung im Jahr 2011.


Zwei Jahre Vorsprung
Ex-SAP-Vorstand und Better Place CEO Shai Agassi sieht sein Unternehmen bestens positioniert: „Aufgrund unserer Technologie, unseres Konzepts sowie der stabilen Partnerschaft mit Renault haben wir mindestens zwei Jahre Vorsprung vor allen anderen Mobilitätskonzepten, die auf alternative Energien setzen. Nur unser Konzept reduziert den Erdölverbrauch der Länder und senkt die Emissionen signifikant, da wir den Verbrauchern Elektrofahrzeuge bereitstellen, die komfortabler und bezahlbarer sind als Autos mit einem Verbrennungsmotor”.

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