Better Place startet in Tokio Testbetrieb mit Elektro-Taxis
27.08.09 10:47 Alter: 9 Jahre

Ab Januar 2010 sollen vier Elektro-Taxen das Akku-Wechselkonzept des kalifornischen Infrastruktur-Anbieters Better Place in der harten Taxi-Praxis von Tokio auf Herz und Nieren prüfen.

Tokio Better Place

 


Tokio (Better Place) – Das kalifornische Unternehmen Better Place wurde von der japanischen Regierung beauftragt, ein Pilotprojekt für Elektro-Taxen mit Akkuwechselkonzept zu starten. Dies erfolgt gemeinsam mit dem größten Taxi-Unternehmen in Tokio, Nihon Kotsu. Geplant ist, dass ab Januar 2010 elektrisch betriebene Taxen mit auswechselbarem Akku im Stadtgebiet von Tokio im Einsatz sind.


Ministerium vergibt Auftrag
Das Projekt wurde vergeben von dem japanischen Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie sowie der Agentur für Energie und natürliche Rohstoffe. Bereits im Mai 2009 präsentierte Better Place in Japan die erste Batteriewechselstation für Elektroautos.


Akkuwechsel als Lösung
"Taxis sind die natürlichen Verbündeten der Akkuwechselidee", sagt der Chef von Better Place Japan, Kiyotaka Fujii. Tokioter Taxis fahren pro Tag rund 300 Kilometer. Bei der heutigen Reichweite der Akkus und den klimatischen Anforderungen japanischer Großstädte (Klimaanlage!) müssten Elektro-Taxis mehrmals täglich an die Steckdose. Die so enstehende Wartezeit wäre "Gift" für einen wirtschaftlichen Betrieb. Der Batteriewechsel dauert hingegen nicht länger als ein Tankstopp. Den Chef von Nihon Kotsu, Ichiro Kawanabe, Herr über 3000 Taxis, hat Fujii mit dem Konzept überzeugt. "Ich bin Taxifahrer in der dritten Generation und ich möchte noch 30 bis 40 Jahre in der Branche arbeiten." Daher wolle er eTaxis propagieren.


60.000 Taxen
Allein in Tokio fahren schätzungsweise 60.000 Taxen – weit mehr als in Großstädten wie New York, Paris oder Hong Kong. Obwohl japanische Taxen nur zwei Prozent des PKW-Bestandes ausmachen, sind sie aufgrund ihrer durchschnittlich zurückgelegten Tagesstrecke für den Ausstoß von rund 20 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich. Die in Tokio durch das Pilotprojekt gewonnenen Erfahrungen könnten auch für vergleichbare Ballungszentren neue Möglichkeiten aufzeigen. Darüber hinaus helfen die Erfahrungswerte aus der Taxi-Industrie bei der Entwicklung eines massenmarktfähigen Konzepts für Elektrofahrzeuge.


Pilotprojekt mit vier Taxen
Das Pilotprojekt für Elektro-Taxen soll anschaulich zeigen, ob und wie das Better Place-Modell im Alltag funktioniert. Im Zentrum von Tokio wird Better Place in der Nähe von Roppongi Hill eine Batteriewechselstation errichten. Geplant ist, dass bis zu vier elektrisch angetriebene Taxen zum Einsatz kommen. Den Umbau von Fahrzeugen auf die Batteriewechseltechnologie soll das japanische Unternehmen Tokyo R&D Co., ein Spezialist für Kfz-Entwicklung und -Produktion, übernehmen. Weiterhin wird Tokyo R&D am Aufbau der Batteriewechselstation beteiligt sein und die Diagnose-Software für das System zur Verfügung stellen. Das Taxi-Unternehmen Nihon Kotsu wird die Fahrzeuge in den regulären Fahrgastbetrieb aufnehmen. Reichweiten, Batterielebensdauer sowie die Wechselzeiten für Batterien werden anschließend im täglichen Betrieb getestet.


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