Trick: Kündigungsfrist

Inhaltsübersicht:
  1. Das Prinzip
  2. Vertragliche Ketten
  3. Sonderkündigungsrecht nach Preiserhöhung
  4. Tipp: Termin im Handy speichern!

Das Prinzip

Auf diese drei Fristen müssen Sie beim Abschluss eines Stromvertrages achten:

  • Mindestvertragslaufzeit
  • Verlängerung des Vertrages bei Nichtkündigung
  • Kündigungsfrist

Die Kündigungsfrist wird bei Vertragsabschluss in den mitgelieferten AGBs des Stromanbieters festgehalten, häufig in Verbindung mit einem zulässigen Kündigungstermin ( "zum Monatsende", "zum Ende des Kalendervierteljahres").

Wird der Zeitpunkt der Kündigung verpasst, verlängert sich der Vertrag automatisch um eine weitere Vertragsperiode, deren Länge ebenfalls in den AGBs definiert ist. Für die Einhaltung der Kündigungsfrist ist der Zugang der Kündigung beim Stromanbieter entscheidend.

Tipp: wenn es knapp wird, sollten Sie die Kündigung per Fax senden - das ist der schnellste Weg. Aber unbedingt den Sendebericht als Nachweis aufbewahren!


Vertragliche Ketten

Die Kündigungsfrist in der sog. Grundversorgung (Allgemeiner Tarif oder Basistarif) des regionalen Stromversorgers beträgt einen Monat zum Ende des folgenden Kalendermonats. Wenn Sie jedoch bei Ihrem Grundversorger bereits einen andere Stromtarif gewählt haben bzw. zu einem anderen Stromversorger gewechselt sind, gelten die in den jeweiligen Allgemeinen Geschäftsbedingungen vereinbarten Kündigungsfristen.

Einige Stromanbieter verwenden bei all Ihren Stromverträgen die gleichen Fristen (z.B. 123energie, Bonus Strom, FlexStrom), das reduziert die Komplexität im Kundenservice und verringert das Fehlerpotenzial.

Bei vielen Stromanbietern scheint es allerdings eine Marotte der Marketingabteilung zu sein, sich für jeden Stromtarif neue Fristen einfallen zu lassen.

Eine vier- bis sechswöchige Kündigungsfrist ist im Strombereich absolut sinnvoll, da der Anbieterwechsel auf beiden Seiten einen gewissen Vorlauf benötigt.

Vorsicht: Ein Stromanbieter mit 12-wöchiger Kündigungsfrist (3 Monate!), die dann auch noch mit einer Vertragsverlängerung von weiteren 12 Monaten verbunden ist, verfolgt nur ein Ziel: den Kunden vertraglich an die Kette zu legen. Meiden Sie solche Stromtarife!


Sonderkündigungsrecht nach Preiserhöhung

Das einzig Gute bei Preiserhöhungen Ihres bisherigen Strom-Anbieters: Sie haben ein Sonderkündigungsrecht, das Sie nutzen und zu einem günstigeren Anbieter wechseln sollten.

In diesem Falle sollten Sie Ihre Kündigung eigenhändig durchführen, da Ihnen Ihr derzeitiger Stromanbieter aufgrund seiner Preiserhöhung in der Regel nur eine sehr kurze Frist zur Sonderkündigung einräumt.

Achtung: Strom-Anbieter gewähren in diesen Fällen den Verbrauchern häufig nur eine Sonderkündigungs-Frist von 14 Tagen!
Damit der Anbieterwechsel reibungslos funktioniert, sollten Sie auf dem Vertrag mit dem neuen Strom-Anbieter klar und deutlich vermerken, dass Sie beim alten Stromanbieter bereits selbst gekündigt haben.

Die Kündigung des Stromvertrags bei Ihrem alten Stromanbieter müssen Sie schriftlich vornehmen. Der Anbieter ist gesetzlich verpflichtet, Ihre Kündigung zwei Wochen nach Eingang schriftlich zu bestätigen.


Tipp: Termin im Handy speichern!

Tragen Sie sich den Termin für eine Kündigung in Ihrem Kalender bzw. in Ihrem Handy ein und lassen Sie sich daran erinnern. Auch wenn Sie derzeit noch gar nicht vorhaben, den Anbieter zu wechseln. Sicher ist sicher.


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