Abrechnung & Vertrieb

Inhaltsübersicht:
  1. Strom-Messung
  2. Abrechnung/Inkasso
  3. Service/Kundenbetreuung
  4. Vertrieb
  5. Grundpreis/Grundgebühr

Wichtige Faktoren für die Entwicklung der Energiepreise sind die staatlichen Belastungen. Denn Steuern und Abgaben machen heute über 40 % des Strompreises für einen Haushaltskunden aus. 1998 waren es noch 25 %. Dabei handelt es sich keineswegs nur um die bekannte Mehrwertsteuer und die viel diskutierte Ökosteuer. Zum hohen Steueranteil tragen auch die Abgaben nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz und dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz sowie die Konzessionsabgaben bei.


Strom-Messung

Einbau, Betrieb und Wartung der Stromzähler, die für jeden Stromhaushalt installiert sind, kosten. Langfristig sind es aber insbesondere die Ablesekosten, die einen relevanten Posten im Strompreis ausmachen.

Die Messung des verbrauchten Strom ist im übrigen immer noch nicht für den Wettbewerb geöffnet. Das will die Bundesregierung ändern. Dazu hat das Bundeswirtschaftsministerium eine Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) vorgelegt, der demnächst im Parlament beraten wird. Man verspricht sich davon Preisvorteile für den Verbraucher und technische Innovationen beim Zähl- und Messwesen.

Was intelligente Stromzähler bereits heute können, zeigen diverse Pilotprojekte der Stromkonzerne. EnBW hat z.B. bei 1.000 "Energiepionieren" intelligente Zähler installiert. Der intelligente Zähler misst alle zwei Sekunden die Leistung sämtlicher elektrischer Geräte im Haushalt - egal ob Kühlschrank, Hifi-Anlage oder Fernseher. Um die gewonnenen Daten auszuwerten, hat EnBW eine Software entwickelt. Damit hat der der Kunde die Möglichkeit, genau abzulesen, was in seinem Haushalt geschieht. Er kann Stromfresser identifizieren, ausschalten und gegebenenfalls ersetzen.


Abrechnung/Inkasso

Rechnungs- und Inkassokosten sind höher als man denkt. Neben den reinen Druck- und Portokosten fallen eine Reihe weiterer Positionen an, die dem Stromkunden nicht direkt präsent sind. So zahlen einige Kunden ihre Stromrechnung einfach nicht. Um nicht einen Totalausfall des Rechnungsbetrages zu erleiden, versucht der Stromanbieter über verschiedene Wege an sein Geld zu kommen. Begonnen wird mit schriftliche Mahnungen. Falls dies nicht zum Erfolg führt, versucht der Stromanbieter meist die Forderungen an ein Inkasso-Unternehmen abzutreten oder gerichtlich einzutreiben. Auch wenn im Erfolgsfall der säumige Stromkunde diesen Mehraufwand zu zahlen hat, entstehen für den Stromanbieter zusätzliche Kosten - die widerum auf den Strompreis umgelegt werden.


Service/Kundenbetreuung

Jede Kunden-Anfrage im Call Center des Energieversorgers verursacht Kosten. Ebenso die Kundenzentren der regionalen Versorger. Auch diese Kosten müssen letztendlich auf den Srompreis umgelegt werden.

Neue Stromanbieter versuchen diese Kosten durch automatisierte (Online-)Prozesse zu reduzieren und geben diese Einsparungen dann in Form günstiger Stromtarife an den Kunden weiter.


Vertrieb

Neukunden-Gewinnung ist teuer. Die Ausgaben für Werbung (TV-Spots, Aussenwerbung, Print, Flyer, Website etc.) und Vertriebsprovisionen müssen letztendlich auf den Strompreis umgelegt werden.


Grundpreis/Grundgebühr

Der Aufwand, der bei dem lokalen Energieversorger unabhängig von dem tatsächlichen Stromverbrauch eines Kudnen anfällt, wird in der Regel über den monatlichen Grundpreis bzw. die Grundgebühr abgerechnet. Dieser Posten ist auf der Stromrechnung separat ausgewiesen. Diese Grundgebühr setzt sich zusammen aus dem Leistungspreis und dem Verrechnungspreis.

  • Leistungspreis. Entgelt für die Bereitstellung von elektrischer Leistung, ein fester Betrag in Euro/Jahr, bzw. bei Leistungsmessung ein Betrag in Abhängigkeit von der jeweils beanspruchte Spitzenleistung (kW) aus dem Versorgungsnetz. Für Haushalte liegt er bei ca. 25 bis 35 Euro pro Jahr.
  • Verrechnungspreis. Entgelt für die Kosten der Verrechnung sowie der technisch notwendigen Mess- und Steuereinrichtungen (Zähler, etc.), in der Regel in Euro/Jahr, Höhe zum Teil abhängig von der Art des Zählers, liegt ungefähr zwischen 25 und 50 Euro/Jahr.

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