Kühl- und Gefrierschränke gehören zu den größten Stromverbrauchern in Privathaushalten. 20 % des in europäischen Haushalten verbrauchten Stroms geht auf Kühl- und Gefrierschränke zurück. Dafür müssen EU-weit allein 20 Großkraftwerke arbeiten und 120 Terrawattstunden Strom erzeugen.
Es lohnt sich über den Austausch alter Geräte nachzudenken, auch wenn sie noch funktionieren. Ein neuer energieeffizienter Kühlschrank verbraucht gegenüber älteren Modellen um bis zu 75 % weniger Energie. Finger weg von Geräten mit Energieeffizienzklasse A. Geräte der Klasse A++ dürfen nur noch halb so viel Strom wie Geräte der Klasse A verbrauchen.
Überlegen Sie vor dem Kauf eines Kühl- oder Gefriergeräts, wie groß es sein soll. Jeder Liter Nutzinhalt kostet Strom und Geld.
Wenn Sie schon ein separates Gefriergerät besitzen, kaufen Sie einen Kühlschrank ohne Gefrierfach. Der verbraucht etwa ein Drittel weniger Energie als ein Kühlschrank gleicher Größe mit 4-Sterne-Fach.
Gefriertruhen haben oft eine bessere Energieeffizienz als gleich große Gefrierschränke. Hintergrund: Kälte sinkt nach unten. Beim Öffnen der Tür entweicht Kälte aus dem Gefrierschrank. Doch bei Gefriertruhen öffnen die Türen nach oben und die Kälte bleibt in der Truhe.
Stellen Sie Kühl- und Gefriergeräte in kühler Umgebung auf. Kühlschrank oder Gefriertruhe nicht neben Heizung, Herd, Geschirrspüler oder Waschmaschine stellen. Die Absenkung der Umgebungstemperatur um 1 °C spart ca. 3 % Strom bei Gefriergeräten und etwa 6 % bei Kühlgeräten.
Ein Gefrierschrank sollte auf –18 °C, ein Kühlschrank auf 7 °C eingestellt sein. Am besten überprüfen Sie die Temperatur mit Hilfe eines Thermometers.
Stellen Sie nur bereits abgekühlte Lebensmittel in Kühl- und Gefriergeräte. Lassen Sie Gefrorenes im Kühlschrank auftauen.
Ein leichter Reifansatz an den Innenwänden der Geräte ist ganz normal. Wird der Reifansatz dicker oder bildet sich eine Eisschicht, erhöht sich der Stromverbrauch. In diesem Fall sollte man das Gerät abtauen. Die so genannte No-Frost-Funktion verhindert Eisbildung in Gefrierfächern, lästiges Abtauen entfällt. Allerdings geht sie mit Energieaufwand einher. Die No-Frost-Funktion ist zum Beispiel dann sinnvoll, wenn in das Gefrierfach durch häufiges Öffnen der Tür verstärkt Feuchtigkeit eintritt.
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