Spartipp: Haushaltsgeräte

Inhaltsübersicht:
  1. Geschirrspüler
  2. Waschmaschine
  3. Wäschetrockner
  4. Elektroherde
  5. Elektrobacköfen
  6. Klimageräte

Lebensabschnittspartner. Ob Waschmaschine, Kühlschrank oder Herd – Haushaltsgeräte bleiben heute in der Regel 10 bis 15 Jahre an Ihrer Seite. Deshalb lohnt es sich, beim Kauf nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Energieeffizienz des neuen Geräts zu achten. Wussten Sie, dass über ein Drittel des privaten Stromverbrauchs auf Kosten von Herd und Co. geht? Die so genannte Weiße Ware birgt ein erhebliches Einsparpotenzial.


Geschirrspüler

Kein Handspülen. Ein AAA-Geschirrspüler (von vier Personen genutzt) bietet pro Eine energieeffiziente Spülmaschine kommt mit weniger Strom und Wasser aus als ein geübter Handabwäscher.

Energiesparprogramm nutzen. Allerdings sollte die Spülmaschine immer mit dem Energiespar- oder Umweltprogramm betrieben werden. Dies trägt häufig die Bezeichnung ECO, Spar, Intelligent o. ä. Dieses Programm spült meist bei 50 °C und reicht bei einem Gerät mit Waschwirkung A völlig aus, damit das Geschirr strahlend sauber wird. In den anderen Spülprogrammen sind die Verbrauchswerte deutlich höher. Das Energiesparprogramm dagegen dauert zwar länger, spart aber viel Energie ein: gut für den Geldbeutel, gut für das Klima.

Vollmachen. Generell gilt: die Maschine immer voll beladen. Denn die Programmfunktion "1/2" reduziert zwar den Stromverbrauch, aber nicht um die Hälfte. Und selbst wenn die Spülmaschine mal nicht ganz voll beladen ist, wird das Geschirr mit dem Energiespar- oder Umweltprogramm energieeffizienter gespült als mit dem Programm für halbe Maschinen oder dem Automatikprogramm. Das Vorspülen des Geschirrs unter laufendem Wasser ist bei modernen Maschinen übrigens nicht mehr notwendig.

Große Maschine. Wenn es der Platz in Ihrer Küche zulässt, entscheiden Sie sich am besten für eine große Maschine für 12 bis 14 Gedecke. Eine voll beladene große Spülmaschine braucht pro Gedeck weniger Energie als eine kleine Maschine, in die nur 8 bis 9 Gedecke passen.

Warmwasseranschluss nutzen. Viele Geschirrspüler können direkt an die Warmwasserversorgung angeschlossen werden. Das spart Strom und ist sinnvoll, wenn die Warmwasseraufbereitung besonders energieeffizient erfolgt – etwa mit einer modernen Gas- oder Ölheizung, mit einer Solaranlage oder mit Fernwärme. Die Zuleitungen müssen außerdem möglichst kurz und gut isoliert sein.


Waschmaschine

520 kg ist der Wäscheberg schwer, den eine Familie pro Jahr zu bewältigen hat. Da lohnt es sich, den Energie- und Wasserverbrauch zu senken.

Kurzprogramme. Bietet eine Waschmaschine Kurzprogramme, wird die leicht verschmutzte Wäsche - je nach Programm - in 15 bis 60 Minuten sauber. Das spart außer Energie auch noch Zeit.

Nachtstrom. Haben Sie die Möglichkeit preisgünstigen  Nachtstrom auszunutzen? Dann ist eine Sparzeitvorwahl für Sie perfekt. Eine normale Zeitschaltuhr zwischen Stecker und Steckdose erfüllt den gleichen Zweck.

Keine Vorwäsche. Verzichten Sie auf Vorwäsche, wenn die Wäsche normal verschmutzt ist.

Kochwäsche ist meist überflüssig. Sie verbraucht bis zu 50 Prozent mehr Energie, als ein 60-Grad-Programm. Bei den heutigen Waschmitteln reichen oft sogar 40 Grad aus. 

Schleudern. Wählen Sie eine hohe Schleuderstufe, bevor Textilien in den Trockner kommen. Bei 1.400 Umdrehungen pro Minute statt 800 sinkt der Stromverbrauch des Trockners um etwa 30 Prozent.


Wäschetrockner

Stromintensiv. Trockner machen frisch gewaschene Wäsche zwar viel schneller wieder einsatzbereit, aber was sonst Sonne und Wind gratis erledigen, muss hier bezahlt werden: Wäschetrockner sind grundsätzlich stromintensiv. Viele Geräte erreichen lediglich Energieeffizienzklasse C.

Kondensations- vs. Ablufttrockner. Die beiden Gerätetypen Kondensations- und Ablufttrockner werden übrigens nach unterschiedlichen Werten klassifiziert, denn technisch bedingt verbrauchen Ablufttrockner etwas weniger Energie als Kondensationstrockner. Bei Ablufttrocknern wird die Abluft direkt ins Freie geleitet. Kondensationstrockner geben die Abwärme in den Raum ab. Beide Geräte benötigen zum einwandfreien Trocknen einen gut belüfteten Raum.

Trockner mit Wärmepumpe. Nur Wäschetrockner mit Wärmepumpe erreichen die Energieeffizienzklasse A. Hier wird die Wärme aus der Abluft in die Wäsche zurückgeleitet. Rechenbeispiel: Ein Wäschetrockner der Effizienzklasse C kostet ca. 350 € weniger, verbraucht aber pro Jahr rund 265 kWh mehr Strom als ein Wärmepumpe-Gerät der Klasse A. Auf eine durchschnittliche Lebensdauer von 12 Jahren hochgerechnet, wird daraus ein beträchtlicher Posten: Durch den höheren Stromverbrauch entstehen rund 640 € Mehrkosten (20 Cent/kWh). Bleiben 290 € Ersparnis.

Gut geschleudert ist halb getrocknet. Je besser die Wäsche geschleudert wurde, umso weniger muss der Trockner nacharbeiten. Denn das Trocknen verbraucht normalerweise mindestens drei- bis viermal soviel Strom wie das Waschen der gleichen Wäschemenge. Es lohnt sich also, die Wäsche, die maschinell getrocknet werden soll, mit möglichst hoher Drehzahl zu schleudern. Zu empfehlen ist eine Drehzahl von mindestens 1.200 Umdrehungen pro Minute. Dann muss der Trockner nämlich nur etwa 75 Minuten lang ran, um fünf Kilo schranktrockener Wäsche zu liefern. Bei 1.600 Umdrehungen pro Minute ist er sogar schon nach etwa 65 Minuten fertig. Denn beim Einsatz des Trockners gilt: je kürzer, desto effizienter.

Schießen Sie nicht übers Ziel hinaus. Übertrocknen schadet den Textilien – und kostet Energie, die keinem etwas nützt. Für alles, was hinterher noch gebügelt wird, reicht sogar die Trockenstufe „bügeltrocken“.

Feuchtigkeitssensor Pflicht. Trockner mit Feuchtigkeitssensor sparen Energie, indem sie nach Erreichen der Trockenstufe automatisch abschalten. Fragen Sie Ihren Händler nach diesen Geräten.


Elektroherde

Für Kochstellen gibt es kein EU-Label.

Induktion vor Keramik vor Platte. Ein Glaskeramik-Kochfeld ist gegenüber einer Kochmulde mit gusseisernen Platten nicht nur nutzungsfreundlicher, sondern auch etwas energieeffizienter. Kochfelder mit Induktionstechnik sind besonders effizient. Allerdings sind Induktionskochfelder in der Anschaffung teuer. Und nur Töpfe und Pfannen mit magnetisierbarem Boden sind für die Induktionstechnik geeignet.

Die Nutzung entscheidet. Beim Herd kommt es insbesondere auf die energieeffiziente Nutzung an. Hier zählt Augenmaß: Eine kleine Portion wärmen Sie am besten im passenden Topf oder der Mikrowelle auf. Ein kleines Pfännchen gehört nicht auf die größte Kochplatte.

Heißwasser mit dem Wasserkocher. Für einen Tee bleibt der Herd besser kalt. Ein elektrischer Wasserkocher erhitzt einen Liter Wasser weitaus energieeffizienter. Erfolgt die Warmwasseraufbereitung mit einer modernen Gas- oder Ölheizung, ist es am besten, wenn Sie den Wasserkocher schon mit heißem Wasser füllen.

Früher abschalten. Insbesondere Elektroherde mit gusseisernen Platten heizen lange nach. Mit etwas Geschick lässt sich die Restwärme jedoch optimal nutzen: einfach die Herdplatte früher ausschalten und das Essen mit der verbleibenden Hitze nachgaren.

Schnellkochtopf. Besonders bei langen Garzeiten empfiehlt es sich, mit einem Schnellkochtopf zu kochen. Er ist ein wahrer Energieeffizienz-Meister und spart Zeit beim Kochen.

Deckel drauf. Benutzen Sie gut schließende Topfdeckel. Die Wärme geht dann nicht verloren, sondern wandert direkt ins Gericht.

Töpfe und Pfannen müssen passen. Wenn Töpfe und Pfannen kleiner als die Kochplatte sind, geht Wärme verloren. Deshalb immer den passenden Durchmesser wählen. Ein ebener Topf- oder Pfannenboden sorgt für guten Kontakt zwischen Boden und Platte und spart Energie.

Nicht zuviel Wasser. Gemüse und Kartoffeln beim Kochen nicht im Wasserbad ertränken. Es reicht, wenn der Topfboden mit Wasser bedeckt ist, so dass sie im Dampf garen. Dadurch bleiben auch die Vitamine erhalten.


Elektrobacköfen

Bei der Anschaffung eines neuen Backofens sollten Sie sich für ein Gerät der Energieeffizienzklasse A entscheiden.

Toaster statt Backofen. Knusprige Brötchen liefert ein Toaster schneller und stromsparender als der Elektrobackofen. Deshalb bei überschaubaren Mengen auf die "kleine Lösung" setzen.

Aufheizen unnötig. Auf das Vorheizen Ihres Backofens können Sie getrost verzichten: Der Braten wird auch ohne Vorheizphase gar und kross.

Umluft spart. Backen mit Umluft ist effizienter als mit Ober- oder Unterhitze, da die Betriebstemperatur bei Umluft etwa 20 °C bis 30 °C niedriger sein kann. Außerdem können Sie auf mehreren Ebenen gleichzeitig backen.

Selbstreinigung kostet. So genannte selbstreinigende Backöfen sind zwar bequem in der Anwendung, verbrauchen aber bei jedem Reinigungsprozess einige Kilowattstunden Strom. Diese Funktion sollte erst nach mehreren Anwendungen und bei entsprechend starker Verschmutzung genutzt werden.


Klimageräte

Stromfresser. Raumklimageräte sorgen im Sommer für ein angenehm kühles Klima in der Wohnung, verbrauchen aber auch viel Strom. Wer diese Geräte nutzt, muss sich auf eine deutlich erhöhte Stromrechnung gefasst machen: Ein durchschnittlich großes mobiles Raumklimagerät verursacht innerhalb eines Jahres rund 115 € Stromkosten (Ann: Kühlleistung 2400 W, Leistungsaufnahme1130 Watt, Energieeffizienzklasse C, 500 Std. pro Jahr, 20 Cent/kWh). Wenn Sie sich dennoch für ein Raumklimagerät entscheiden, achten Sie beim Kauf also besonders auf ein effizientes Gerät!

Energieeffizienzklasse A. Hilfestellung in Sachen Energieeffizienz gibt auch hier das EU-Label, mit dem Geräte, die eine Kühlleistung unter 12 kW haben, gekennzeichnet werden. Beispielsweise verbraucht ein Gerät, das 'gerade eben' Klasse A erreicht, gegenüber einem Gerät, das 'gerade eben' Klasse C erreicht, je nach Gerätetyp etwa 11 – 15 % weniger Energie. Beim Kauf eines Raumklimagerätes sollte die Wahl daher auf die Energieeffizienzklasse A fallen. So können Sie bares Geld sparen.

Mobile Klimageräte. Sie können normalerweise an jedem Ort des Hauses flexibel aufgestellt werden. Eine Steckdose zur Stromversorgung sowie ein gekippt geöffnetes Fenster zur Ausleitung der erwärmten Abluft genügen. Nachteil: Durch das geöffnete Fenster strömt warme Umgebungsluft in den Raum, die wiederum gekühlt werden muss.

Split- oder Multisplitanlagen. Damit bezeichnet man fest installierte Klimageräte. Ihr Außengerät versorgt ein oder mehrere im Gebäude befindliche Geräte mit Kälte. Sie kommen ohne geöffnete Fenster aus und arbeiten energieeffizienter. Diese Anlagen eignen sich insbesondere für größere Räume mit höherer Kühlleistung.

Tipp: Sind die Fensterläden oder außen liegende Jalousien tagsüber geschlossen, heizt sich die Wohnung weniger stark auf – das spart einen erheblichen Teil des Stroms zur Kühlung ein. Lassen Sie die Natur für sich arbeiten, indem Sie die kühlere Nachtluft zur Vorkühlung des Gebäudes nutzen.

Nutzen Sie Raumklimageräte stoßweise und nur nach Bedarf (z. B. zum Vorkühlen des Schlafzimmers vor dem Schlafengehen).


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