Das EU-Label für Haushaltsgeräte

Inhaltsübersicht:
  1. Das Prinzip
  2. Irreführend und überholt
  3. Fazit

Das Prinzip

Quelle: Dt. Energie-Agentur (dena)

Seit 1998 müssen Händler Elektrobacköfen, Geschirrspülmaschinen, Kühl- und Gefriergeräte, Leuchtmittel, Wäschetrockner, Waschmaschinen, Waschtrockner und Raumklimageräte mit dem Energieverbrauchsetikett auszeichnen. Die sieben darauf vermerkten Effizienzklassen geben Auskunft über Strom- und gegebenenfalls Wasserverbrauch und sollen so dem Käufer die Auswahl eines energiesparenden Geräts erleichtern.

Irreführend und überholt

Völlig veraltet. Die Einstufung in die verschiedenen Energieeffizienzklassen spiegelt heute noch den Stand der Technik bei Einführung des Labels im Jahr 1998 wieder. Doch die Technik wurde weiter entwickelt. Die Label der Klassen E bis G tragen nur einige wenig energieeffiziente Glühlampen-Typen. Bei Kühl- und Gefriergeräten zählen alle Geräte zur A-Klasse, die weniger als 55 Prozent des Stromverbrauchs des um 1992, also vor 16 Jahren (!) ermittelten Mittelwerts aller europäischen Geräte gleicher Bauart haben.

Irreführende Kategorien. Für Kühl- und Gefriergeräte - allerdings auch nur hier - gelten seit März 2004 zwei neue Energieeffizienzklassen. Mit den Kategorien A+ und A++ werden Produkte gekennzeichnet, die ganz besonders wenig Strom verbrauchen. Geräte der Klasse A++ dürfen nur noch halb so viel Strom wie Geräte der Klasse A verbrauchen. Die Kennzeichnung A+ und A++ erscheint jedoch nur dann auf dem Aufkleber, wenn das Gerät die Kriterien dieser Klassen erfüllt. Und selbst dann erscheinen die Klassen A+ und A++ nicht als eigenständige Balken im Label. Verwirrung komplett!

C-G bedeutungslos. De facto befinden sich heute 80-100 Prozent aller Geräte in der A-Klasse bzw. den Unterklassen A+ und A++. Die farbigen Balken C-G sind in der Praxis völlig bedeutungslos. Besser als das Hinzufügen der zwei neuen Klassen A+ und A++ wären verschärfte Kriterien für die Klassen A bis G. Das Bundeswirtschaftsministerium treibt derzeit eine Neujustierung des Effizienzlabels auf europäischer Ebene voran. Ein Termin für die Neuregelung steht allerdings noch nicht fest.

Fazit

Energieverbrauchswerte vergleichen. Wer heute ein Kühl- oder Gefriergerät der Klasse A kauft, erwirbt ein Gerät mit drittklassiger Energieeffizienz. Aufs Jahr gerechnet macht das zwar nur einen Unterschied von 12-15 €, auf die Lebensdauer gerechnet kommen so jedoch deutlich über hundert Euro zusammen. Vergleichen Sie direkt die angegebenen Energieverbrauchswerte. Hier herrschen nämlich auch zwischen den Geräten der gleichen Verbrauchsklasse große Unterschiede.

  Über Uns  |  Impressum  |  AGB  |  Datenschutz  |  Werbung  |  Sitemap