Spartipp: Beleuchtung

Inhaltsübersicht:
  1. Energiesparlampen
  2. Enormes Sparpotenzial
  3. Vorurteile und Tatsachen
  4. Leuchtstofflampen
  5. Halogenlampen sind keine Energiesparlampen
  6. Innovation: LED-Birnen
  7. Deckenfluter = Stromfresser

Energiesparlampen

Glühlampen technisch überholt
Im Vergleich mit herkömmlichen Glühlampen sparen alle Energiesparlampen. Hintergrund: Glühlampen bringen den Draht zum Glühen. Damit wandeln sie nur fünf Prozent der eingesetzten Energie in Licht um. Der Rest verpufft als Wärme. Heute gibt es kaum triftige Gründe, die technisch überholten "Glühbirnen" weiter brennen zu lassen. Glühbirnen sollte man sofort durch Energiesparlampen ersetzen und nicht darauf warten, bis sie durchgebrannt sind. Sie machen sich meist bereits nach ein bis anderthalb Jahren bezahlt.

Enormes Sparpotenzial

Bildnachweis: Fotolia

10fache Lebensdauer
Energiesparlampen brennen zehnmal länger und der Stromverbrauch liegt dabei nur bei 20% gegenüber einer gleich hellen Glühlampe.

160 € pro Lampe sparen
Eine 100 Watt-Glühlampe verursacht bei 10.000 Stunden Betrieb ca. 200 € Stromkosten. Hinzu kommen ca. 10 € Anschaffungskosten für 10 Glühbirnen (Lebensdauer ca. 1.000 Stunden). Das ergibt Gesamtkosten von ca. 210 €.

Hingegen betragen bei einer 20 Watt Energiesparlampe (gleiche Leuchtkraft) die Stromkosten nur ca. 40 €. Trotz der höheren Anschaffungskosten von ca. 10 € (Sparlampe mit elektronischem Vorschaltgerät) ergeben sich lediglich Gesamtkosten von ca. 50 €.

Über die gesamte Lebensdauer spart eine einzige 20 Watt Energiesparlampe gegenüber einer 100 Watt Glühlampe ca. 160 €!

Vorurteile und Tatsachen

Noch immer kursieren Behauptungen und Vorurteile über Energiesparlampen, die weit an den Tatsachen vorbeigehen.

Hoher Preis?
Die Preise für Energiesparlampen sind in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Wegen der sehr geringen Betriebskosten und der extrem langen Lebensdauer sind sie unterm Strich viel billiger. Sie verbrauchen nur ein Fünftel des Stroms von Glühlampen und halten zehnmal länger. Während Glühlampen im Schnitt nach 1 000 Brennstunden den Geist aufgeben, halten die meisten Energiesparlampen 10 000 Stunden und länger.

Lange Startzeit?
Einige Energiesparlampen gehen nach dem Einschalten in der Tat erst nach 1-2 Sekunden an oder werden nur langsam hell. Für Bäder, Toiletten und Treppenhäuser, wo Lampen häufig geschaltet werden, müssen sie schnell die volle Helligkeit erreichen. Setzen Sie hier auf Markenware!

Häufiges Einschalten problematisch?
Die Lebensdauer heutiger Energiesparlampen ist wesentlich weniger von der Schalthäufigkeit abhängig, als dies bei älteren Modellen der Fall war. Für Treppenhäuser und sonstige Anwendungen bei denen die Lampen häufig ein- und ausgeschaltet werden empfehlen sich Markenfabrikate mit elektronischem Vorschaltgerät und Vorheizfunktion. Diese Bauarten sind schaltfest. Billigprodukte nehmen häufiges Schalten schon eher übel.

Kaltes Licht?
Eines der am häufigsten genannten Argumente gegen die Energiesparlampe ist, dass sie ein kälteres Licht als Glühlampen hätte. Tatsächlich traf dies auf die ersten Generationen zu und auch heute existieren derartige Modelle noch immer vor allem im untersten Preissegment. Jedoch Kompaktleuchtstofflampen mit anderen Lichtfarben ohne Aufpreis verfügbar. Dies reicht von sehr kaltem Tageslicht bis zu sehr warmem, rötlichem Licht – daneben sind auch farbige Energiesparlampen erhältlich. Wählen Sie ein Modell in "extra warmweiß" oder "warmweiß" wenn Sie warmes, gemütliches Licht suchen.

Energiesparlampen lassen sich nicht dimmen?
Ein klares "Jein". Eine normale Energiesparlampe ist in der Tat nicht dimmbar. Daneben sind im Handel aber dimmbare Energiesparlampen mit speziell angepasstem elektronischem Vorschaltgerät erhältlich. Solche Kompaktleuchtstofflampen sind speziell gekennzeichnet und lassen sich mit gewöhnlichen Dimmern – wie sie für Glühlampen verwendet werden – dimmen. Aufgrund der komplizierteren Technik und der kleinen Stückzahlen sind solche Energiesparlampen aber teurer. Des Weiteren werden Energiesparlampen angeboten, die sich, durch mehrfaches Ein- und Ausschalten, ohne einen Dimmer in mehreren Stufen dimmen lassen.

Gefährlicher Sondermüll?
Aus Gründen des Umweltschutzes dürfen Energiesparlampen niemals in den Hausmüll oder in den Glascontainer gegeben werden; sie sind Sondermüll. Nicht mehr funktionsfähige und zerbrochene Kompaktleuchtstofflampen müssen fachgerecht und getrennt vom Hausmüll und hausmüllähnlichem Gewerbeabfall entsorgt werden. Dabei können Rohstoffe – insbesondere das Quecksilber – wiederverwertet werden. Beim Quecksilber gilt dies nur, wenn der Glaskolben noch unbeschädigt ist, da es ansonsten verdampft. Bei der Wiederverwertung geht es insbesondere um die anderen enthaltenen Metalle wie Kupfer, Aluminium und Zinn sowie die Leuchtstoffe. Selbst die Metalle können jedoch beim Recycling nur unvollständig zurückgewonnen werden.

Leuchtstofflampen

Effizient & langlebig
Leuchtstofflampen gibt es meist in Stab- und Ringform. Diese Modelle werden oft in Kellern eingesetzt, wo sie Licht in Hauswirtschafts- und Hobbyräume bringen. Diese Lampen sind sehr energieeffizient. Sie setzen etwa 35 % der eingesetzten Energie in Licht um. Neben ihrem niedrigen Verbrauch zeichnen sie sich auch durch eine lange Lebensdauer aus: In der Regel kommen sie auf 10.000 Betriebsstunden und mehr.

Bei Leuchtstofflampen in Stab- oder Ringform heißt es: Energieeffizienz-Klasse A oder B.

Halogenlampen sind keine Energiesparlampen

Halogenlampen haben im Vergleich zu konventionellen Glühlampen eine rund doppelt so hohe Lebensdauer – etwa 2.000 Betriebsstunden – und eine bis zu doppelt so hohe Lichtausbeute. Im Vergleich zur Energiesparlampe ist die Lichtausbeute der Halogenlampe allerdings etwa dreimal schlechter. Halogenlampen werden als Niedervolt und Netzspannungshalogenlampen angeboten.

Niedervolthalogenlampe
Bei diesem Typ wird die 230-Volt-Netzspannung mit einem Transformator auf 12 Volt gesenkt. Besonders energieeffizient sind Niedervolthalogenlampen mit Infrarotbeschichtung. Handelsbezeichnungen für diese Technologie sind z. B. "IRC", "infrarotbeschichtet" oder "infrared coated". Eine Lampe mit dieser Technik verbraucht ca. ein Drittel weniger Energie und hält länger als eine normale Niedervolthalogenlampe.

Netzspannungs-Halogenlampen
Für diesen bei 230 Volt arbeitenden Lampentyp gibt es keine energieeffiziente Variante. Sie findet man nur in der schlechten Energieeffizienz-Klassen D und E. Sie ist nicht mit Infrarotbeschichtung erhältlich, kann aber oft durch eine Energiesparlampe mit Reflektor ersetzt werden.

Tipp
Benutzen Sie an Ihren Seilsystemen Halogenlampen mit Infrarotbeschichtung – so sparen Sie Energie und senken Ihre Stromkosten. Ein Seilsystem mit acht herkömmlichen Halogenreflektorlampen mit je 35 Watt verursacht jährliche Stromkosten in Höhe von etwa 55 €. Gleich helle Halogenlampen mit Infrarotbeschichtung zu je 20 Watt, verringern die Stromkosten auf ca. 30 € im Jahr.

Innovation: LED-Birnen

GeoBulb von C. Crane

Fachleute reden schon seit Jahren über die LED als das Zukunftsleuchtmittel. LED’s sind sehr lange haltbar und noch sparsamer als Energiesparlampen. Allerdings waren sie bisher nur begrenzt z.B. als Zusatzlicht einsetzbar. Das Problem war die Lichtausbeute. Entweder zu schwach und nur gebündelt als Effektlicht oder für Starkstrom und dann nur mit extremem Aufwand mit dicken Metallkühlern verwendbar.

Industrie springt auf LED-Zug
Inzwischen haben sich aber die etablierten Hersteller von Glühbirnen und Leuchtmitteln des LED-Themas angenommen. Von den großen Herstellern am aktivsten sind der US-amerikanische Hersteller C. Crane (GeoBulb), die holländische Phillips (Econic) sowie OSRAM (Parathom). Eine Übersicht "LED-Lampen im Vergleich" zeigt, dass sich hinsichtlich Preis, Design und Lichtausbeute bereits einiges getan hat. Im Bereich von 40 Watt-Lampen mit E27-Fassung stellen diese Leuchtmittel eine ökologisch und ökonomisch vorbildliche Alternative dar.

Deckenfluter = Stromfresser

Abstruse 300 Watt Stromverbrauch
Im Deckenfluter werden häufig Halogenlampen mit hoher Wattzahl eingesetzt, die eine Spezialform haben. Ein Deckenfluter mit einer 300-Watt- Lampe verursacht in einem Jahr Stromkosten in Höhe von ca. 60 €. Meist ist das mehr, als der Deckenfluter in der Anschaffung gekostet hat. Selbst bei gedimmtem Licht wird relativ viel Strom verbraucht. Verzichten Sie auf Deckenfluter oder achten Sie beim Kauf darauf, dass der Deckenfluter eine Standardfassung hat. Bei diesen Modellen können konventionelle Glühlampen meist gegen Energiesparlampen ausgetauscht werden. Beachten Sie aber, dass nur spezielle Energiesparlampen dimmbar sind.

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