Strommix

Strommix

Unter Strommix versteht man die prozentuelle Aufteilung der Energieträger, aus denen der Strom erzeugt wurde, den der Stromanbieter an den Verbraucher verkauft hat. In Deutschland sind seit 2005 alle Energieversorgungsunternehmen (EVUs) verpflichtet, nach §42 des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) Informationen über ihren Strommix offenzulegen. Die Stromkennzeichnung muss für die Endverbraucher auf der Stromrechnung und auf allen Werbematerialien angegeben sein. Mit den Informationen, insbesondere über die Umweltauswirkungen, soll dem Stromkunden ermöglicht werden, die "Qualität" der Stromproduktion zu bewerten.


Folgende Daten müssen veröffentlicht werden:

  • der Strommix des Unternehmens (Händlermix, auch Lieferantenmix genannt), der alle Kunden des Händlers, die Endverbraucher sind, zusammenfasst. Zusätzlich kann der Strommix eines speziellen Tarifs (Produktmix), z. B. "100 % Wasserkraft", angegeben werden.
  • Informationen über Umweltauswirkungen pro kWh (Kohlendioxid-Emissionen, die für die globale Erwärmung verantwortlich gemacht werden und Menge des radioaktiven Abfalls). Die Umweltauswirkungen werden anlagenspezifisch ermittelt.
  • bundesweite Durchschnittswerte für alle Angaben, damit ein Vergleich möglich ist

Der bundesdeutsche Strommix ist immer noch stark durch fossile Energieträger geprägt (2007 ca. 58%), der Anteil an Kernenergie und Erneuerbaren Energieträgern ist jedoch deutlich größer als bei der Gesamtenergieversorgung.


Die Anteile an der gesamten Netto-Stromerzeugung in Deutschland (Stand 2007):

  • Braunkohle 24%
  • Steinkohle 22%
  • Erdgas 12%
  • Kernenergie 22%
  • Erneuerbare Energien 14%
  • Heizöl, Pumpspeicher und Sonstige 6%

Quelle: BDEW

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