Unfassbare Energiemengen. Als Sonnenenergie oder Solarenergie bezeichnet man die von der Sonne durch Kernfusion erzeugte Energie, die in Teilen als Strahlungsenergie zur Erde gelangt. Als die größte Energiequelle liefert die Sonne pro Jahr eine Energiemenge auf die Erdoberfläche, die etwa dem 10.000-fachen des Weltprimärenergiebedarfs entspricht.
Aus solarenergetischer Sicht sind die Wüstengebiete der Erde besonders interessant. Sie empfangen unfassbare Energiemengen. Der jährliche Welt-Energieverbrauch strahlt bereits nach 5,7 Stunden in Form von Sonnenschein auf diese Gebiete. Weniger als 0.2% der Wüstenflächen würden ausreichen, um den gesamten Weltenergiebedarf als Strom in den Wüsten zu erzeugen.
Für den gesamten deutschen Strombedarf von 500 TWh/Jahr würden solarthermische Kraftwerke mit einer Fläche von ca. 2000 km² benötigt. Das entspricht der Fläche von Berlin und Hamburg, allerdings müssten die Kraftwerke z.B. in der Wüste Sahara stehen.
Die Sonne scheint - oder nicht. In Mitteleuropa ist aufgrund der wetter-, tages- und jahreszeitabhängigen Sonneneinstrahlung ohne zusätzliche Speichertechnologie keine konstante Energieversorgung möglich. Auf Verbrauchsschwankungen kann ebenfalls nicht reagiert werden. Zudem wird Energie gerade in kalten Gebieten beziehungsweise Jahreszeiten benötigt, wenn solartechnische Energiegewinnung deutlich weniger effektiv ist.
Über das Jahr betrachtet beträgt die eingestrahlte Energie in Mitteleuropa immerhin etwa 1.000 kWh pro Quadratmeter. Soviel, wie ein Singlehaushalt an Strom benötigt, wären da nicht die Effizienzverluste bei der Umwandlung von Sonnenenergie in Strom.
Solartechnik. Die Solartechnik beschäftigt sich mit der Nutzung der Sonnenenergie. Sie wird mit Hilfe der Photovoltaik in Strom (Solarstrom) umgewandelt, oder die Strahlung wird als thermische Energie über Solarthermie-Anlagen eingefangen und genutzt. Die Wandlung in thermische Energie durch sogenannte Sonnenkollektoren ist die weltweit meistverbreitete technische Nutzung der Sonnenenergie.