Am besten nehmen Sie eine alte Gasrechnung zur Hand.
Wenn keine Gasrechnung zur Hand ist, oder Sie erst neu einziehen helfen Ihnen die folgenden Gasverbrauch-Richtwerte.
Das Ableseunternehmen techem veröffentlicht jährlich den durchschnittlichen Gasverbrauch deutscher Städte. Durchschnittlicher Gasverbrauch: - 143,4 kWh je m2 (falls Gas nur zum Heizen verwendet wird)
- 161,8 kWh je m2 (falls zusätzlich das Warmwasser mit Gas erzeugt wird)

| Wohnung/Gebäude |
Gasverbrauch kWh/Jahr (nur heizen) |
Gasverbrauch kWh/Jahr (heizen & Warmwasser) |
| Wohnung 30m² |
ca 4.300 kWh |
ca. 4.900 kWh |
| Wohnung 40m² |
ca. 5.700 kWh |
ca. 6.500 kWh |
| Wohnung 50m² |
ca. 7.200 kWh |
ca. 8.100 kWh |
| Wohnung 60m² |
ca. 8.600 kWh |
ca. 9.700 kWh |
| Wohnung 70m² |
ca. 10.000 kWh |
ca. 11.300 kWh |
| Wohnung 80m² |
ca. 11.500 kWh |
ca. 12.900 kWh |
| Wohnung 90m² |
ca. 12.900 kWh |
ca. 14.600 kWh |
| Wohnung 100m² |
ca. 14.300 kWh |
ca. 16.200 kWh |
| Wohnung 110m² |
ca. 15.800 kWh |
ca. 17.800 kWh |
| Wohnung 120m² |
ca. 17.200 kWh |
ca. 19.400 kWh |
| Wohnung 130m² |
ca. 18.600 kWh |
ca. 21.000 kWh |
| Wohnung 140m² |
ca. 20.100 kWh |
ca. 22.600 kWh |
| Wohnung 150m² |
ca. 21.500 kWh |
ca. 24.300 kWh |
| Doppel-/Reihenhaus |
ca. 20.000 kWh |
ca. 22.600 kWh |
| Einfamilienhaus |
ca. 32.000 kWh |
ca. 36.000 kWh |


Diese Werte für den durchschnittlichen Gasverbrauch schwanken nach oben und unten. Die wichtigsten Einflussgrößen auf den persönlichen Gasverbrauch:
Größe des Hauses. der Gasverbrauch je Quadratmeter in einem Einfamilienhaus im Durchschnitt ca. 30 Prozent über dem Gasverbrauch in einem Haus mit mehr als 10 Wohneinheiten.
Alter des Hauses. Je älter ein Haus, desto schlechter ist im allgemeinen die Wärmedämmung. Der Gasverbrauch eines Altbaus ohne besondere Wärmedämmung ist rund doppelt so hoch wie bei einem nach 1995 errichteten Neubau.
Brenner-Technik/Kessel-Typ. Gegenüber einem altertümlichen Umstellbrandkessel (bis 1975 gebaut) ist ein temperaturveränderlich betriebener Gas-Niedertemperaturkessel (ab 1981) bzw. ein moderner Brennwertkessel ein wahres Effizienzwunder. Ein um 40 Prozent niedrigerer Gasverbrauch ist realistisch.
Persönliches Nutzungsverhalten. Notorische Frostbeulen, Dauer-Lüfter und Wannen-Bader dürfen sich nicht über einen hohen Gasverbrauch wundern. Temperatur absenken, Stoßlüften und Duschen sind die drei wichtigsten Gas-Spar-Tipps.

Für manche Gasanbieter ist die Anschlusskapazität in kW für die Kalkulation der monatlichen Grundgebühr wichtig. In den meisten Fällen spielt dieser Wert für die jährlichen Gaskosten jedoch keine Rolle.
Die Leistung in kW beschreibt die Anschlusskapazität Ihres Gas-Heizkessels.
1 kW entspricht einer Leistung von 1.000 Watt.
Die kW-Anzahl Ihres Gasanschlusses können Sie Ihrer Gasrechnung entnehmen. Für Gasheizungen werden folgende Richtwerte veranschlagt:

| Gebäudeart |
Anschluss kW/m2 |
| Neubau nach 1995 errichtet |
0,05 -0,06 KW |
| Gebäude vor 1995 errichtet |
0,07 - 0,09 KW |
| Altbau ohne besondere Wärmedämmung |
ca. 0,12 KW |


Warmwasserbereitung
Wird das Warmwasser mit Gas aufbereitet, erhöht sich der Gasverbrauch deutlich. Ausgehend von einem maximalen Warmwasserbedarf von 50 Liter (ca. 45°c) pro Person am Tag rechnet man mit einem zusätzlichen Anschlusskapazität von ca. 0,25 kW pro Person.

Manche Gasversorger geben auf den Jahresabrechnungen den Gasverbrauch nicht in Kilowattstunden (kWh) an, sondern in Kubkimetern (m3). Um hier den Gasverbrauch in kWh zu ermitteln, muss man die Kubikmeterzahl mit dem Brennwert multiplizieren. Für eine annährende Gasverbrauch-Schätzung kann das Kubikmetervolumen mit 10,3 multipliziert werden. Um den kWh-Wert genau zu ermitteln, muss der Brennwert des Gases bekannt sein.

Der Brennwert gibt die Energie an, die bei vollständiger Verbrennung frei wird. Die Angabe erfolgt i.d.R. in Kilowattstunden (kWh) pro Kubikmeter (m3). Genauere Angaben zum Gasverbrauch und zum Brennwert des bezogenen Gases finden Sie auf Ihrer Gasrechnung.
Die Höhe des Brennwertes ist von der jeweiligen Zusammensetzung des Gases abhängig. Butan und Propan haben einen deutlich höheren Brennwert als Methan, welches den Hauptbestandteil von Gas ausmacht. Enthält das Gasgemisch einen besonders hohen Anteil sogenannter reaktionsschwacher Inertgase (Kohlendioxid, Stickstoff), sinkt der Brennwert nach unten. Je niedriger der Brennwert, deso höher ist der Kubikmeter-Gasverbrauch.
In Deutschland unterscheidet man grundsätzlich zwischen zwei Erdgassorten: - Erdgas "L" (z.B. aus den Niederlanden und Norddeutschland): Durch den hohen Anteil an Intergasen hat L-Gas einen relativ geringen Brennwert von ca. 8,2 bis 8,9.
- Erdgas "H" (aus der Nordsee und den GUS-Staaten): Dieses Gas hat einen durchschnittlichen Brennwert von ca. 10,0 bis 11,1. Wobei das Gas aus der Nordsee aufgrund des größeren Anteils an Ethan, Propan, Butan und Pentan einen höheren Brennwert besitzt.
Im Jahr 2008 lag der Gasverbrauch in Deutschland bei 930 Mrd. kWh.
In den ersten neun Monaten des Jahres 2009 sank der deutsche Gasverbrauch um rund sieben Prozent auf 633 Mrd. kWh gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum 2008. Damals lag der Gasverbrauch der ersten drei Quartale noch bei 680 Mrd. kWh.
Wichtigster Grund für den Rückgang des Strom- und Gasverbrauchs bleibt nach Angaben des Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) die anhaltend verminderte Industrieproduktion. Die weniger konjunkturell beeinflussten Verbrauchergruppen Haushalte und Gewerbe, Handel, Dienstleistungen haben hingegen insgesamt zur Stabilisierung der Energienachfrage beigetragen.

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