Düsseldorf

Die SWD AG im harten Wettbewerb

Über 35 Stromanbieter bieten in Düsseldorf ihren Strom billiger an als der lokale Grundversorger, die Stadtwerke Düsseldorf AG (SWD AG).

Neben den klassischen Strom-Discountern FlexStrom und TelDaFax, die z.T. tief in die Tarif-Trickkiste greifen müssen, um auf den vorderen Plätzen zu liegen, bieten auch die Online-Töchter etablierter Stromanbieter wie z.B. eprimo, eine 100 Prozent-Tochter des RWE, ihren Strom deutlich günstiger an als die SWD AG. Hinzu kommt eine Reihe bundesweit anbietender Online-Ableger von Regionalversorgern.

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Stadtwerke Düsseldorf AG

Düsseldorf - Hafen

Der regionale Stromanbieter für Düsseldorf heißt Stadtwerke Düsseldorf AG - SWD. Die Stadtwerke Düsseldorf sind eines der größten kommunalen Versorgungsunternehmen Deutschlands. 2.500 Beschäftigte erzielen einen Umsatz von rund 1.205 Millionen Euro (2005). Mit rund 51 Millionen Euro an Konzessionsabgabe und Kommunalsteuern, sowie mehreren hundert Millionen Euro jährlich durch den Kaufkraftzuwachs aus Gehältern und Aufträgen an die örtlichen Unternehmen, sind die Stadtwerke einer der bedeutendsten Wirtschaftsfaktoren in Düsseldorf.

Strom. Das Netz der SWD besitzt eine Gesamt-Leitungslänge von 9.763 km. Insgesamt werden über 86.000 Hausanschlüsse mit Strom versorgt. Mehr als 434.000 Stromzähler und gut 42.000 Straßenleuchten sind installiert.

Gas. Die Leitungslänge beträgt ca. 1.500 km. Daran angeschlossen sind 51.200 Hausanschlüsse mit insgesamt 121.700 Gaszählern.


Unternehmenskennzahlen SWD AG

Aktionäre

  • 25,05% "Düsseldorfer Stadtwerke"
  • 29,90% EnBW EnHol Beteiligungsges. mbH, Karlsruhe
  • 25,05% EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe
  • 20,00% GEW Köln AG

Umsatz 2007

  • 1.792 Mio. Euro

Mitarbeiter 2007

  • 2.605

Bilanzgewinn 2007

  • 58 Mio. Euro

Geschichte der SWD AG

Am 20. September 1866 nimmt das erste städtische Gaswerk in Düsseldorf, einer Stadt mit damals 65.000 Einwohnern, seinen Betrieb auf. Die drei langgestreckten Hallen am Höherweg sind bis heute erhalten. Das erste kommunale Gas wird zunächst nur zur Beleuchtung genutzt.

Am 1. Mai 1870 wird die Wasserversorgung in Düsseldorf aufgenommen. Immerhin ist das Rohrnetz bereits 30 Kilometer lang und versorgt die Bürger mit Trinkwasser. Das bedeutet gleichzeitig das herannahende Ende der Bedrohung durch Krankheiten, die durch verunreinigtes Wasser hervorgerufen werden, wie beispielsweise Cholera.

Am 1. Dezember 1891 kommt die Stromversorgung durch den Bau eines eigenen kleinen Kraftwerks mit Gleichstromgenerator in Düsseldorf-Flingern hinzu.

Der großzügige Ausbau des Straßenbahnnetzes macht in den Jahren 1912–1913 den Neubau eines leistungsstarken Steinkohlekraftwerkes notwendig. Drei AEG Turbinen mit einer elektrischen Leistung von zusammen 22 MW sichern den zügigen Ausbau des städtischen Nahverkehrs.

Das explosionsartige Wachstum Düsseldorfs drängt die Stadtwerke 1927 zur zweiten Ausbaustufe von Flingern II. Die elektrische Leistung liegt jetzt bei 58 MW, die von fünf Turbinensätzen der Firmen AEG und BBC erzeugt werden. Für den nötigen Druck sorgen 24 Steilrohr-Dampfkessel in zwei Kesselhäusern. Ab 1928 sorgt eine Kraft-Wärme-Kopplung für niedrige Heizkosten der abgasgeplagten Flingeraner und ihrer Nachbarn. Der Standort Flingern wird bis heute zur Energieerzeugung genutzt. Alle Versorgungsarten sind zu dieser Zeit in städtischer Hand.

1930 werden nach mittlerweile 45 Jahren Stromversorgung im In- und Ausland die Grundlagen für eine allgemeine Versorgungssicherheit gelegt und eine gegenseitige Hilfe bei Unterbrechungen vereinbart. Das 1908 gegründete Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk (RWE) dehnt sich durch die Übernahme zahlreicher kleinerer Versorgungsunternehmen immer weiter aus. Wegen seiner Kosten sparenden Braunkohle-Großkraftwerke kann es niedrigere Strompreise anbieten. Die Gründung einer Aktiengesellschaft wird erwogen, aber die Ansichten über den Verkauf des kommunalen Betriebes sind in der Stadtverordnetenversammlung geteilt.

Die Erfindung der Hochdruckkessel-Technologie lässt 1936 einen abermaligen Umbau von Flingern II sinnvoll erscheinen. Doch erst 1940 erfolgt die Inbetriebnahme mit deutlich reduzierter Kesselzahl und drei neuen Turbinen. Das Kesselhaus B dient nur noch der Reserve. Der Zweite Weltkrieg bringt trotz zahlreicher Granateneinschläge keine dauerhaften Beeinträchtigungen des Kraftwerkbetriebs.

Der Nachkriegsboom beschert den Düsseldorfern Mitte der Fünfziger Jahre ihr bislang größtes Kraftwerk im Innenstadthafen. Das Steinkohlekraftwerk Lausward geht 1957 mit seinem ersten energieerzeugenden Block Anton ans Netz. Die Blöcke Berta, Cäsar und Dora werden folgen.

1965 geht die Müllverbrennungsanlage in Betrieb. Sie arbeitet mit der eigens entwickelten Verbrennungstechnik „Walzenrostfeuerung System Düsseldorf“. Bis heute werden mehr als 60 Anlagen in aller Welt mit einem solchen System betrieben. In Düsseldorf Garath geht erstmalig ein vollständig entschwefeltes und entsticktes Steinkohle-Heizkraftwerk in Betrieb und begrenzt so den Schadstoffeintrag durch energieerzeugende Provisorien.

1972 endet der Betrieb der kommunalen Versorgung innerhalb der Stadtverwaltung. Aus dem "Amt 81" werden die "Stadtwerke Düsseldorf AG", (SWD AG) wobei die Stadt 100 Prozent der Aktienanteile hält. An der öffentlichen Verpflichtung, die bereits im Jahr 1935 durch das Energiewirtschaftsgesetz geregelt wurde, ändert sich nichts. Das Gesetz macht zur Pflicht, allgemeine Bedingungen und allgemeine Tarifpreise für den gesamten Versorgungsbezirk einheitlich zu gestalten. In Flingern wird das in die Jahre gekommene Kesselhaus B zugunsten eines modernen Gasturbinenkraftwerks abgerissen.

1973 werden hier sechs Notstromaggregate aus dem Hause Rolls-Royce untergebracht. Es handelt sich hierbei um Flugzeugtriebwerke, die mit leichtem Heizöl betrieben werden können und zusammen 90 MW elektrischer Leistung liefern.

1978 ermöglicht die Inbetriebnahme des Gasturbinenblocks Emil im Steinkohlekraftwerk Lausward die komplette Stilllegung des abgasintensiven Steinkohlekraftwerks Flingern II, das noch bis zum Rückbaubeschluss vom 8. April 1998 eine voll funktionsfähige Notfallreserve bildet.

1982 ändert sich die Beteiligungsstruktur der SWD AG. Mit Einbringen seiner elektrischen Anlagen im Süden Düsseldorfs wird das RWE mit 20 Prozent am Kapital der Stadtwerke Düsseldorf beteiligt. Die Stadt bringt alle in ihrem Besitz befindlichen Aktien in die 1983 gegründete "Düsseldorfer Stadtwerke – Gesellschaft für Beteiligungen" ein, womit die Gesellschaft zu 80 Prozent an den Stadtwerken beteiligt ist.

1998 wird in Düsseldorf Garath der in die Jahre gekommene Steinkohleblock auf den Betrieb mit Erdgas und leichtem Heizöl umgerüstet. Die thermische Leistung beträgt jetzt 100 MW. Der weithin sichtbare Schornstein wird zugunsten eines kleineren Modells abgerissen. Das Kraftwerk Lausward im Düsseldorfer Innenstadthafen wird nun schrittweise in ein modernes und vor allem sauberes Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk umgewandelt, das 520 MW Strom und 330 MW Fernwärme liefern wird.

1999 geht die Müllverbrennungsanlage Flingern voll und ganz ins Eigentum der Stadtwerke Düsseldorf über. Das benachbarte Gasturbinenkraftwerk wird auf Dampfbetrieb umgestellt. Eine mehrere hundert Meter lange Pipeline leitet nun 500 °C heißen Dampf aus der Müllverbrennungsanlage ins benachbarte Heizkraftwerk, das nun 55 MW Strom und 100 MW Fernwärme produziert.

2001 beschließt der Stadtrat den Verkauf von 29,9 Prozent der Anteile der Stadtwerke Düsseldorf AG an den Karlsruher Energieversorger EnBW. Der geplante Verkauf von deutlich mehr Anteilen wurde durch einen Bürgerentscheid verhindert.

2004 muss sich RWE aus kartellrechtlichen Gründen von seinem Aktienpaket an der SWD AG trennen. Die GEW Köln AG kauft die 20 Prozent.

2005 hat der Rat der Stadt den Verkauf von weiteren 25,05 % der eigenen Aktien für 361 Millionen Euro an den EnBW-Konzern beschlossen. Damit hält der Konzern mit 54,95 Prozent die Mehrheit an den Stadtwerken Düsseldorf. Die Stadt hält mit knapp über 25 % weiterhin eine Sperrminorität. Das darauf hin gestartete Bürgerbegehren, was mehr als 95.000 Unterschriften binnen weniger Tage erreichte, wurde am 9. Januar 2006 durch den Rat als unzulässig erklärt, da die Entscheidung nicht mehr zurückzunehmen wäre.

2007 geht das Biomasse-Heizkraftwerk Garath als bisher bedeutendster Beitrag auf dem Feld der erneuerbaren Energien ans Netz. Der Energiekonsum liegt bei 40.000 Tonnen Holzhackschnitzeln jährlich, die von täglich bis zu 10 Lastkraftwagen herangeschafft werden müssen. Ziel ist die kosteneffektive Entlastung des benachbarten Erdgas-Heizkraftwerkes Garath, da Holzhackschnitzel durch die fehlende Anbindung zum Erdölpreis preisstabiler sind als das mittlerweile schwer kalkulierbare Erdgas. Die Turbinenleistung des Biomasse-Heizkraftwerkes wird auf 3,5 MW elektrischer Leistung veranschlagt. Die thermische Leistung liegt dagegen bei 10 MW. Eine regelmäßig kontrollierte Rauchgasreinigungsanlage schützt vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch Feinstaub.

2008 werden nur noch 40 Prozent des in Düsseldorf von der SWD AG verkauften Stroms vor Ort erzeugt. Der Rest müsse an diversen Strombörsen zum Spotmarktpreis zugekauft werden. Der sich dem Ende seiner Betriebszeit nähernde Erdgasblock Emil im GuD Kraftwerk Lausward soll durch einen modernen Steinkohleblock ersetzt werden, was aus Klimaschutzgründen von zahlreichen Bürgerprotesten begleitet wird. Letztlich zeigt auch der Steinkohlepreis steil nach oben.

Quelle: SWD AG

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